Weißwasser

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robertp Avatar

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Das Titelbild zeigt einen Wellenreiter in einer überhängenden großen Welle, der Tube.
Die Hauptperson Caruso ist ein etwas heruntergekommener deutscher Surfer und einziger Privatermittler auf der philippinischen Insel Surogao. Er erhält den Auftrag Juan, einen jungen Surfer, zu finden. Seine Mutter macht sich Sorgen. Caruso denkt zuerst, dass er in einer Welle gestorben sein könnte und macht sich auf die Suche. Wir lernen auch noch Dietmar „Diego“ Miehle ehemals „Kokskönig“ kennen. Nach dem Gefängnis plant er sich mit seiner Biographie zur Ruhe zu setzen. Wird leider nichts mit einem Vertrag, aber dafür tritt sein Sohn in sein Leben, der entführte Surfer nämlich.
Die Insel birgt nicht nur ein Geheimnis. Wellenreiter und Touristen, Drogenhändler und bestechliche Polizisten und Politiker beherrschen das Paradies. Das dieses Eden für Caruso plötzlich zur Hölle wird hat er nicht erwartet. Denn während er das Surfen einer Welle wie ein Projekt angeht, jede Nuance bedenkt, Risiken im Vorfeld ausschließt, stolpert er im Vermisstenfall von einem Minenfeld ins Nächste.
Die ersten hundert Seiten lese ich in einem Zug. Der Detektiv ist ein sympathischer Aussteiger mit jeder Menge Geheimnisse. Manche lüften sich, andere bleiben verschlossen. Die Suche wird bald international, als Caruso die Verbindung zwischen Juan und Diego entdeckt. Schon sind alle Wahrheiten auf den Kopf gestellt. Caruso kann niemand mehr trauen und muss, um sich selbst zu schützen einen Kampf ums Überleben führen.
Für alle die Surfer Romantik mit Verbrechen gewürzt schmecken wollen. Ein rasanter Aussteigerroman, der zu einem Thriller mit tödlichem Ausgang und dem Untergang eines Paradieses wird. Auch als Einstieg in die Wellenreiterthematik geeignet, denn als Erstes lernt man im Weißwasser eine Welle zu stehen. Der Autor Daniel Faßbender ist selbst Surfer uns kennt die Szene aus eigner Erfahrung, das merkt man sobald die Handlung im Surfer Milieu spielt.