Zwischen Palmen, Wellen und Abgrund
Mit Heaven’s Gate – Ein Fall für Caruso legt Daniel Faßbender einen atmosphärisch dichten Kriminalroman vor, der sich wohltuend von klassischen Genrevertretern abhebt. Die Geschichte beginnt ruhig, fast träge, passend zum Lebensstil des Protagonisten: Caruso, ehemaliger deutscher Profisurfer und nunmehr gestrandeter Privatdetektiv, lebt auf der philippinischen Insel Surogao von Erinnerungen, Schulden und verpassten Chancen. Gerade diese Melancholie macht ihn von Anfang an zu einer interessanten, glaubwürdigen Figur.
Das tropische Inselsetting ist eines der großen Pluspunkte des Romans. Faßbender zeichnet ein Paradies, das bei genauerem Hinsehen Risse bekommt: Hinter Palmen, perfekten Wellen und spirituellen Aussteigern verbergen sich Drogenhandel, Korruption und rohe Gewalt. Diese Kontraste verleiht der Handlung eine stetige unterschwellige Spannung. Die Suche nach dem verschwundenen Sohn einer geheimnisvollen Spanierin entwickelt sich rasch zu mehr als einem einfachen Vermisstenfall und führt Caruso tief in ein gefährliches Geflecht aus kriminellen Machenschaften.
Stilistisch ist der Roman klar, schnörkellos und gut lesbar. Besonders gelungen sind die Figurenzeichnungen – nicht nur Caruso, sondern auch die Nebenfiguren wirken lebendig und glaubwürdig. Der Autor nimmt sich Zeit für Stimmungen und Charaktere, was die Geschichte bereichert, im Mittelteil jedoch stellenweise das Tempo etwas drosselt. Hier hätte die Handlung etwas straffer erzählt sein dürfen.
Insgesamt ist Heaven’s Gate ein spannender, atmosphärischer Krimi mit einer starken Hauptfigur und einem ungewöhnlichen Schauplatz. Trotz kleiner Längen überzeugt der Roman durch seine dichte Stimmung, seine moralischen Grauzonen und einen Ermittler, der fernab klassischer Heldenklischees agiert. Ein lesenswerter Auftakt (oder Fall) für alle, die Krimis mit Charakter, Tiefe und exotischem Setting schätzen.
Das tropische Inselsetting ist eines der großen Pluspunkte des Romans. Faßbender zeichnet ein Paradies, das bei genauerem Hinsehen Risse bekommt: Hinter Palmen, perfekten Wellen und spirituellen Aussteigern verbergen sich Drogenhandel, Korruption und rohe Gewalt. Diese Kontraste verleiht der Handlung eine stetige unterschwellige Spannung. Die Suche nach dem verschwundenen Sohn einer geheimnisvollen Spanierin entwickelt sich rasch zu mehr als einem einfachen Vermisstenfall und führt Caruso tief in ein gefährliches Geflecht aus kriminellen Machenschaften.
Stilistisch ist der Roman klar, schnörkellos und gut lesbar. Besonders gelungen sind die Figurenzeichnungen – nicht nur Caruso, sondern auch die Nebenfiguren wirken lebendig und glaubwürdig. Der Autor nimmt sich Zeit für Stimmungen und Charaktere, was die Geschichte bereichert, im Mittelteil jedoch stellenweise das Tempo etwas drosselt. Hier hätte die Handlung etwas straffer erzählt sein dürfen.
Insgesamt ist Heaven’s Gate ein spannender, atmosphärischer Krimi mit einer starken Hauptfigur und einem ungewöhnlichen Schauplatz. Trotz kleiner Längen überzeugt der Roman durch seine dichte Stimmung, seine moralischen Grauzonen und einen Ermittler, der fernab klassischer Heldenklischees agiert. Ein lesenswerter Auftakt (oder Fall) für alle, die Krimis mit Charakter, Tiefe und exotischem Setting schätzen.