»Männer, die dir im Haushalt helfen wollen, sind das Schlimmste.«
Als Jana mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern von der Großstadt weg aufs Land zieht, ist erstmal alles anders. Sie kündigt ihren Job, ohne es ihrem Mann zu sagen und ist erneut schwanger. Dabei ist sie schon mit ihren zwei jetzigen Kindern total überfordert und froh, wenn diese den ganzen Tag in der KiTa betreut werden können. Schon bald begegnet sie Karolin, welche sogar die Erziehung ihrer fünf Kinder mit Leichtigkeit zu meistern scheint. Karolins scheinbar unbeschwerte Art durchs Leben zu gehen, immer da zu sein und mit guten Tipps behilflich zur Seite zu stehen, wirkt sympathisch. Auch Jana ist angetan und freundet sich schnell mit ihr an. Als Jana ihr jedoch auf Instagram folgt, entdeckt sie eine nicht geahnte Seite, schließlich inszeniert diese sich als „Tradwife“. Jana merkt, welchen Sog Karolin auf sie ausübt und dass sich ihre Welt und ihre eigene Sicht darauf zu verändern scheinen. Sie beginnt Vieles zu hinterfragen und bemerkt, dass auch bei Karolin nicht alles so perfekt ist, wie es scheint.
Dieser Einblick in Janas Familienleben, ihr Zurechtfinden in ihrer neuen Heimat sowie ihre Konfrontation mit traditionellen Rollenbildern durch Karolins Auftreten wird eindrücklich geschildert. Dabei neigt die Autorin nicht zu Übertreibungen, sondern beschreibt eine realistische Situation, wie es sie mittlerweile wahrscheinlich gar nicht mehr allzu selten gibt. Höchstens verharmlost sie noch teils etwas.
Das Buch begeistert durch dessen nüchterne und bedrückende Klarheit, welche die Leser*innen zu genauem Beobachten auffordert und anregt, sich eine eigene Meinung davon zu bilden.
Aktueller und eindrücklicher geht es kaum!
Das abrupte Ende des Romans hat mich hingegen mit einigen Fragen zurückgelassen, da sich die bisherige Handlung eher wie eine ausführliche Hinführung zur eigentlichen Thematik angefühlt hat. Ich hätte gerne weitergelesen, um tiefer in die Geschichte einzutauchen und zu erfahren, wie es weitergeht.
Dennoch – was für ein toller und eindrücklicher Roman!
Dieser Einblick in Janas Familienleben, ihr Zurechtfinden in ihrer neuen Heimat sowie ihre Konfrontation mit traditionellen Rollenbildern durch Karolins Auftreten wird eindrücklich geschildert. Dabei neigt die Autorin nicht zu Übertreibungen, sondern beschreibt eine realistische Situation, wie es sie mittlerweile wahrscheinlich gar nicht mehr allzu selten gibt. Höchstens verharmlost sie noch teils etwas.
Das Buch begeistert durch dessen nüchterne und bedrückende Klarheit, welche die Leser*innen zu genauem Beobachten auffordert und anregt, sich eine eigene Meinung davon zu bilden.
Aktueller und eindrücklicher geht es kaum!
Das abrupte Ende des Romans hat mich hingegen mit einigen Fragen zurückgelassen, da sich die bisherige Handlung eher wie eine ausführliche Hinführung zur eigentlichen Thematik angefühlt hat. Ich hätte gerne weitergelesen, um tiefer in die Geschichte einzutauchen und zu erfahren, wie es weitergeht.
Dennoch – was für ein toller und eindrücklicher Roman!