Heimkehr oder Flucht?
Warum sich die unsichere Mio nach Morioka sehnt, kann ich nachvollziehen: Die wenigen Zeilen, die die Autorin dem Ort zu Beginn der Leseprobe widmet, lassen auch bei mir sofort ein Bild von einem kleinen Paradies im Kopf entstehen und ich möchte mit Mio nach Morioka reisen. Auch sonst hat mich der Stil der Autorin direkt mit Mio mitfühlen lassen, sie tut mir schrecklich leid. Die Probleme, die Mio in der Schule hat und die nicht unbelastete Beziehung zu ihrer Mutter sowie die nicht vorhandene Beziehung zu ihrem Vater lassen den Wunsch, nach Morioka zu reisen, allerdings eher wie eine Flucht, als wie die titelgebende Heimkehr wirken. Ich bing gespannt, ob ihr die Begegnung mit ihrem Großvater helfen wird, mehr Selbstvertrauen zu entwickeln und würde gerne lesen, wie es für Mio weitergehen wird.