Wie schön

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tanja84 Avatar

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Der Einstieg in die Geschichte hat mich direkt berührt. Mios Rückzug und diese Einsamkeit fühlen sich sehr echt an, ohne übertrieben zu wirken. Man versteht schnell, warum sie sich so in ihr Zimmer zurückzieht – und wie viel ihr dieser rote Schal bedeutet.
Als sie dann nach Iwate flieht, verändert sich die Stimmung spürbar. Plötzlich wird alles weiter, ruhiger, fast ein bisschen leichter. Diese ländliche Atmosphäre, die Weberei, die ganzen kleinen Details rund um Wolle und Handwerk – das hat sich total warm und beruhigend angefühlt.
Besonders schön fand ich, wie Mio dort langsam wieder zu sich selbst findet. Das passiert nicht plötzlich oder unrealistisch schnell, sondern eher Schritt für Schritt. Genau das macht es so glaubwürdig.
Der Schreibstil ist dabei angenehm ruhig und sehr bildhaft, ohne zu schwer zu sein. Es ist eher eine leise Geschichte, aber gerade deshalb bleibt sie im Kopf.
Ich finde die Geschichte unglaublich interessant und würde auf jeden Fall weiterlesen wollen, einfach um zu sehen, wie Mios Weg weitergeht und ob sie wirklich einen neuen Platz für sich findet.