Ein Buch aus Wolken und WInd
Heimkehr nach Morioka ist ein wunderbarer Roman über die Suche nach scih Selbst. In Yuki Ibukis Roman wird die Geschichte der siebzehnjährigen Mio erzählt. Mio wird in der Schule gemobbt und hört deswegen auf, zur Schule zu gehen. Aber auch zuhause kann sie sich nicht wirklich wohl fühlen. Ihre Eltern sind distanziert und scheinbar ganz mit ihren eigenen Problemen beschäftigt. Nur eingehüllt in den roten Wollschal ihrer verstorbenen Großmutter findet Mio so etwas wie Ruhe. Dort sehnt sie sich nach einem ruhigen Ort, den sie hofft in der Heimat ihrer Großeltern zu finden, die im ländlichen Iwate in der Präfektur Morioka eine Wollmanufaktur betrieben haben. Mio macht sich auf zu ihrem Großvater, wo sie nicht nur die Kunst des Webens und Färbens lernt, sondern auch, sich selbst zu akzeptieren.
Mios Reise und Entwicklung schildert die Autorin mit viel Einsicht und einem ruhigen und sanften Schreibstil. Ich habe mich beim Lesen immer wieder gleichsam wie Mio in eine warme Präsenz eingehüllt gefühlt. Besonders Mios Großvater bringt eine unglaubliche Ruhe in jede Szene. Seine Perspektive auf sein Handwerk und das Leben bringen eine willkommene Abwechslung zu den konventionelleren Meinungen von Mios Eltern oder ihrer Großmutter mütterlicherseits.
Ergänzt wird die Erzählung immer wieder um die Perspektive von Mios Vater Hiroshi, der seine ganz eigenen Probleme zu bewältigen versucht und dabei seiner Tochter ähnlicher ist, als er vielleicht zu Beginn glaubt.
Besonders hat mir im Verlauf der Geschichte gefallen, dass keine Figur als rein antagonistisch dargestellt wird. Selbst wenn sich zum Beispiel Mios Mutter nicht immer scheinbar richtig verhält so wird sie doch als dreidimensionale Persönlichkeit dargestellt, deren Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist.
Die Übersetzung von Charlotte Scheurer holt die deutschsprachige Leserschaft gelungen ab, auch wenn ein paar Grundkentnisse über die japanische Kultur sicherlich hilfreich zum Verständnis sind. Allerdings nicht zwingend nötig. Bei mir haben die Beschreibungen des ländlichen Lebens in der Wollmanufaktur und den vielen selbstgemachten typischen Speisen viel Sehnsucht ausgelöst.
Insgesamt hat mir der Roman also wirklich gut gefallen und ich hatte ihn viel zu schnell durchgelesen. Auf jeden Fall eine Empfehlung für alle Fans von Japan (oder die es noch werden wollen) und auch all jene, die gerne eine ruhige Geschichte zum Durchatmen und Wohlfühlen suchen.
Minimale Abzüge gibt's für mich nur für das eigentlich schöne aber von KI erstellte Cover Design. Dafür kann die Autorin aber nix, deswegen ändert es nichts an meiner Gesamtwertung.
Mios Reise und Entwicklung schildert die Autorin mit viel Einsicht und einem ruhigen und sanften Schreibstil. Ich habe mich beim Lesen immer wieder gleichsam wie Mio in eine warme Präsenz eingehüllt gefühlt. Besonders Mios Großvater bringt eine unglaubliche Ruhe in jede Szene. Seine Perspektive auf sein Handwerk und das Leben bringen eine willkommene Abwechslung zu den konventionelleren Meinungen von Mios Eltern oder ihrer Großmutter mütterlicherseits.
Ergänzt wird die Erzählung immer wieder um die Perspektive von Mios Vater Hiroshi, der seine ganz eigenen Probleme zu bewältigen versucht und dabei seiner Tochter ähnlicher ist, als er vielleicht zu Beginn glaubt.
Besonders hat mir im Verlauf der Geschichte gefallen, dass keine Figur als rein antagonistisch dargestellt wird. Selbst wenn sich zum Beispiel Mios Mutter nicht immer scheinbar richtig verhält so wird sie doch als dreidimensionale Persönlichkeit dargestellt, deren Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist.
Die Übersetzung von Charlotte Scheurer holt die deutschsprachige Leserschaft gelungen ab, auch wenn ein paar Grundkentnisse über die japanische Kultur sicherlich hilfreich zum Verständnis sind. Allerdings nicht zwingend nötig. Bei mir haben die Beschreibungen des ländlichen Lebens in der Wollmanufaktur und den vielen selbstgemachten typischen Speisen viel Sehnsucht ausgelöst.
Insgesamt hat mir der Roman also wirklich gut gefallen und ich hatte ihn viel zu schnell durchgelesen. Auf jeden Fall eine Empfehlung für alle Fans von Japan (oder die es noch werden wollen) und auch all jene, die gerne eine ruhige Geschichte zum Durchatmen und Wohlfühlen suchen.
Minimale Abzüge gibt's für mich nur für das eigentlich schöne aber von KI erstellte Cover Design. Dafür kann die Autorin aber nix, deswegen ändert es nichts an meiner Gesamtwertung.