Ein Feelgood-Buch mit Tiefgang
Mio ist ein junges Mädchen, das unter Mobbing durch ihre Mitschüler leidet - so sehr, dass sie nicht mehr zur Schule gehen kann. Somit gehört sie zu den vielen Schulverweigerern und anderen "Hikikomori", die sich aus der Gesellschaft ausklinken und ihr Zimmer kaum noch verlassen - ein ernstes Problem in Japan. Als die Situation zu Hause zu bedrückend wird, flieht Mio zu ihrem Großvater aufs Land. Dieser betreibt eine traditionelle Weberei, in der die Wolle noch selbst gesponnen und gefärbt wird. Schritt für Schritt findet Mio durch das Handwerk, aber auch durch die Gespräche mit dem Großvater wieder zur sich selbst.
Die Figuren sind durchweg sympathisch und feinfühlig gezeichnet, vor allem der Großvater. Mio wirkt in ihrer Verletzlichkeit, ihren Selbstzweifeln und Orientierungslosigkeit glaubwürdig und man freut sich zu sehen, wie sie langsam aufblüht. Sehr viel Wert legt die Autorin auf die Darstellung des Weberhandwerks, das, abgesehen von aus fachlicher Sicht kleineren Ungenauigkeiten, sehr authentisch und liebevoll geschildert wird. Die Sprache ist angenehm leicht, flüssig und gut zugänglich, was das Lesen zu einem echten Vergnügen macht.
"Heimkehr nach Morioka" ist für mich ein klassisches Feelgood-Buch mit Tiefgang. Es greift ein ernstes Thema auf und verwandelt es in eine leise, hoffnungsvolle Geschichte über Heilung und Selbstfindet. Am Ende bleibt ein versöhnlicher Eindruck zurück - ein Buch, das Mut macht!
Die Figuren sind durchweg sympathisch und feinfühlig gezeichnet, vor allem der Großvater. Mio wirkt in ihrer Verletzlichkeit, ihren Selbstzweifeln und Orientierungslosigkeit glaubwürdig und man freut sich zu sehen, wie sie langsam aufblüht. Sehr viel Wert legt die Autorin auf die Darstellung des Weberhandwerks, das, abgesehen von aus fachlicher Sicht kleineren Ungenauigkeiten, sehr authentisch und liebevoll geschildert wird. Die Sprache ist angenehm leicht, flüssig und gut zugänglich, was das Lesen zu einem echten Vergnügen macht.
"Heimkehr nach Morioka" ist für mich ein klassisches Feelgood-Buch mit Tiefgang. Es greift ein ernstes Thema auf und verwandelt es in eine leise, hoffnungsvolle Geschichte über Heilung und Selbstfindet. Am Ende bleibt ein versöhnlicher Eindruck zurück - ein Buch, das Mut macht!