Ein ruhiges schönes Buch

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isaröser Avatar

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„Heimkehr nach Morioka“ von Yuki Ibuki hat mir direkt vom Cover her gefallen, welches auch absolut passt.
Es ist ein ruhiges und sehr berührendes Buch.
Es geht um die junge Mio, die sich aus der Enge von Ausgrenzung und Einsamkeit befreit und den Mut findet, ihr Leben neu zu beginnen. Ihr angänglicher Trost ist nur ihr roter Schal den sie seit ihrer Geburt besitzt.
Irgendwann kommt sie noch Hause und er ist weg. Daraufhin macht sie sich auf den Weg zum Großvater den sie noch nicht kennt.
Er ist erst überrascht, nimmt sich aber ihrer an. Sie lernt die Fertigkeiten in der Wollmanufaktur. Der Großvater kümmert sich liebevoll um sie.
Sehr beeindruckend ist die Atmosphäre des ländlichen Iwate. Die Beschreibungen der Natur, der Weberei und des einfachen Lebens sind so lebendig, dass man das Gefühl hat, selbst zwischen den grünen Hügeln zu stehen, den Duft von Wolle in der Luft zu riechen und das Klappern der Webstühle zu hören. Das Handwerk des Webens wird dabei zu einem kraftvollen Symbol.
Auch die Nebenfiguren mag ich. Sie drängen sich nicht in den Vordergrund, sondern geben Mio den Raum, den sie braucht – und genau darin liegt ihre Stärke.
Eine schöne Geschichte über Heilung, Herkunft und die leise Kraft, sich selbst zu finden.
Ein lesenswertes Buch.