Einblicke in die japanische Kultur und Denkweise

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mei.ke Avatar

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Zunächst ein paar Worte zum Cover: Auch wenn Rot und Blau nicht gerade die harmonischste Farbkombi darstellen - in diesem Fall passt es ganz wunderbar. Das Aquarell-Motiv mi dem Berg (Iwate?) im Hintergrund; beinahe mystisch anmutend - eingerahmt von den roten Versalien des Titels und der Autorin Yuki Ibuki.

Im Buch ist vermerkt, dass die Originalausgabe bereits 2020 in Japan erschien; umso glücklicher bin ich, dass sich der Insel Verlag einer deutschen Ausgabe angenommen hat, denn dieses Buch ist wirklich schön. Schön, was den Schreibstil anbelangt. Schön, was die Charaktere und das Setting anbelangt. Schön ist auch die Message des Buches.

Trotz schwerer Themen, wie Mobbing, Existenzängste, Eheprobleme und Demenz hat dieses Buch eine gewisse Leichtigkeit transportiert, die ich häufig in japanischen Werken bemerke. Die Japaner sind keine Menschen, die das Herz auf der Zunge tragen, und dennoch sehr tiefsinnig und gefühlvoll. Zumindest ist das mein Eindruck.
Als Liebhaberin japanischer Literatur habe ich dieses Buch förmlich verschlungen und werden mich sogleich nach weiteren Titeln der Autorin umschauen.