Eine berührende, wunderschöne Geschichte

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simone o. Avatar

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Eigentlich lese ich nicht so gerne ernste, "realistische" Bücher. Fantasy oder Liebesromane sind mir lieber. Aber dieses Buch hat mich dennoch angesprochen. Das simple und doch wunderschöne Cover, der Titel, die Inhaltsangabe. Das alles hat mir gefallen und ist mir in Erinnerung geblieben.
Und ich muss sagen, der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen! Das Buch hat viele Fasetten. Es ist ergreifend, traurig, lustig, zeugt von Liebe und Hingabe. Die abwechselnde Sicht von Mio und ihrem Vater habe ich sehr passend gefunden. Und dadurch die Erkenntnis, dass nicht nur Mio verletzt und unsicher ist, sondern auch ihre Eltern und ihre Großeltern. Dass manche ihre Gefühle nicht so gut aussprechen können, aber doch durch ihr Handeln zeigen, wie wichtig einem manche Menschen sind. Die Mutter, die streng und überfordert ist, gerne will, dass sich ihre Tochter von schlechten Gewohnheiten "abnabelt". Der Vater, der sich davor drückt zu seiner Familie heim zu kommen weil er nicht weiß, wie er mit seinen Liebsten umgehen soll. Der Großvater, der so manchen Fehler im Umgang mit seiner Frau und seinem Sohn gemacht hat, aber sich mit so viel Liebe und Geduld um seine Enkelin kümmert. Ein Mädchen, dass nicht weiß ob es geliebt wird so wie es ist und wo sein Platz im Leben ist, aber doch Stück für Stück zu sich findet, sich öffnet und sich über seine Zukunft Gedanken macht. All diese Menschen sind tiefgründig und liebenswert beschrieben. Und ganz besonders hat mir auch Taichi gefallen, der sich so gut in Mio hineinversetzen kann, ihr hilft sich zu öffnen, ihr stützend unter die Arme greift und dabei so fröhlich und offen ist. Auch wenn das Buch oft ernst und traurig ist, so ist es doch auch wunderschön und herzlich. :)