Entschleunigung

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Die siebzehnjährige Mio flieht, nachdem sie in der Schule gemobbt wird und auch mit ihren Eltern nicht mehr richtig klarkommt, zu ihrem Großvater aufs Land. Dieser betreibt dort eine Spinne-, Webe- und Färberei von Schafwolle.

Als sie anfängt, sich mit dieser Handwerkskunst zu beschäftigen, kommt sie langsam zur Ruhe und auch zu sich selbst. Je mehr dies geschieht, verändern sich auch ihre Beziehungen zu ihren Eltern und anderen Menschen. Aber auch deren Beziehungen entwickeln sich weiter.

In diesem Buch der leisen, sanften Töne beschreibt die Autorin, wie ein Orts- und damit Perspektivwechsel eine Seele gesunden lassen kann. Manchmal ist es nötig, sich selbst aus allem herauszunehmen, nicht mehr funktionieren und sich für alles rechtfertigen zu müssen, um eine neue Sicht auf sich selbst und die Alltagsdinge zu bekommen.

Der ruhige Schreibstil und die wunderbaren Beschreibungen des Handwerks und der Landschaft lassen die Lesenden selber zur Ruhe kommen und über die wichtigen Dinge des Lebens nachdenken.

Ein feiner, leiser Roman über die Entwicklung einer Familie in der Krise im heutigen Japan, ein Plädoyer für das offene, ehrliche, entschleunigte Miteinanderreden- und leben.