Fein gesponnene Ästhetik
Zunächst einmal will ich sagen, dass mich bereits das Cover des Buches sehr eingenommen hat. Es ist – einfach gesprochen – wirklich schön, dabei sehr schlicht und zart und passt sehr gut, zu der Ästhetik wie sie das Leben von Mios Großvater, dem Begründer von Homespun, handgefertigter, hochwertiger Wollkeidung, und Sammlung von allem Schönen, repräsentiert. Zu ihm flüchtet die 17jährige Mio, die mit ihren Mitschülerinnen nicht klar kommt, die sich von den Eltern unverstanden fühlt und stets Angst hat, etwas falsch zu machen oder jemanden zu verärgern. Sie ist so sehr daran gewöhnt, die Stimmunslagen der anderen zu lesen und zu interpretieren, dass sie sich selbst dabei gänzlich verloren hat. So weiß sie lange nicht, wie es für sie jetzt weiter gehen soll: zurück in die Schule oder in die Fußstapfen des Großvaters treten? Sie kann keine Farbe benennen, die für ihr Leben stehen könnte und mit der sie dann den Schal färben könnte, die sie für sich weben will.
Zusammen mit Mio lernt der Leser viel über den Umgang mit und das Verarbeiten von Wolle, einem hochqualitativen Material, wenn man es richtig verwendet. In schönen Bildern veranschaulicht der Roman die Vorzüge des Materials und die Wirkung der Farben. Genauso schildert er das Leben in der japanischen Stadt mit dem Berg Iwake.
Die Mitarbeiter in der Werkstatt ihres Großvaters begegnen Mio wie auch ihr Großvater mit Verständnis, Ruhe und Zugewandtheit, doch zugleich auch mit Konsequenz und der nötigen Herausforderung, während sie mit ihren Eltern und ihrer Großmutter mütterlicherseits gar nicht reden kann, zumal diese noch ihre eigenen Sorgen mit sich herumtragen.
Der Roman stellt uns neben Mio weitere sympathische und interessante Figuren vor, neben ihrem Großvater eine Cousine mit ihrem Sohn, der einen besonderen Zugang zu Mio findet, auch wenn er sie anfänglich sehr irritiert.
Nur die Gespräche mit ihren Eltern und das Verhalten der Figuren untereinander kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Die Dialoge wirken sehr unnatürlich, steif und verquer. Das soll sicherlich auch das schwierige Verhältnis zum Ausdruck bringen. Aber irgendwie bleiben die Figuren für mich wenig greifbar, sodass ich ihre Reaktionen oft übertrieben und wenig entwickelt finde.
Aber man bekommt auf jeden Fall einen spannenden Einblick in ein heute nicht mehr so präsentes Handwerk und in die japanische Lebensweise, mit der ich nicht wirklich vertraut bin und die sich mir durch das Lesen doch ganz anders darstellt, als erwartet.
Zusammen mit Mio lernt der Leser viel über den Umgang mit und das Verarbeiten von Wolle, einem hochqualitativen Material, wenn man es richtig verwendet. In schönen Bildern veranschaulicht der Roman die Vorzüge des Materials und die Wirkung der Farben. Genauso schildert er das Leben in der japanischen Stadt mit dem Berg Iwake.
Die Mitarbeiter in der Werkstatt ihres Großvaters begegnen Mio wie auch ihr Großvater mit Verständnis, Ruhe und Zugewandtheit, doch zugleich auch mit Konsequenz und der nötigen Herausforderung, während sie mit ihren Eltern und ihrer Großmutter mütterlicherseits gar nicht reden kann, zumal diese noch ihre eigenen Sorgen mit sich herumtragen.
Der Roman stellt uns neben Mio weitere sympathische und interessante Figuren vor, neben ihrem Großvater eine Cousine mit ihrem Sohn, der einen besonderen Zugang zu Mio findet, auch wenn er sie anfänglich sehr irritiert.
Nur die Gespräche mit ihren Eltern und das Verhalten der Figuren untereinander kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Die Dialoge wirken sehr unnatürlich, steif und verquer. Das soll sicherlich auch das schwierige Verhältnis zum Ausdruck bringen. Aber irgendwie bleiben die Figuren für mich wenig greifbar, sodass ich ihre Reaktionen oft übertrieben und wenig entwickelt finde.
Aber man bekommt auf jeden Fall einen spannenden Einblick in ein heute nicht mehr so präsentes Handwerk und in die japanische Lebensweise, mit der ich nicht wirklich vertraut bin und die sich mir durch das Lesen doch ganz anders darstellt, als erwartet.