gefühlvoller Roman über Verlust, Hoffnung und Neuanfang, der lange nach dem Lesen im Gedächtnis bleibt.

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Yuki Ibukis Roman Heimkehr nach Morioka ist eine warmherzige und zugleich berührende Geschichte über Familie, Heilung und die Suche nach dem eigenen Platz im Leben. Schon das wunderschön gestaltete Cover vermittelt eine ruhige und entspannte Atmosphäre, die perfekt zum Inhalt des Buches passt. Besonders gelungen ist der flüssige Schreibstil der Übersetzung von Charlotte Scheurer, durch den man schnell in die Handlung eintaucht und intensiv mit den Figuren mitfühlen kann.

Die Geschichte der 17-jährigen Mio, die sich wegen des Mobbings in der Schule immer weiter zurückzieht, wirkt sehr authentisch und emotional. Ihre Reise nach Morioka zu ihrem Großvater und die dortige Arbeit in der traditionellen Weberei stehen symbolisch für ihren Weg zurück ins Leben. Die detaillierten Beschreibungen der Landschaft, der Wolle und des Handwerks erschaffen eine angenehme, fast beruhigende Stimmung, die das Lesen besonders angenehm macht.

Sehr interessant ist außerdem der Aufbau des Romans. Die Handlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, wodurch die Gedanken und Konflikte der einzelnen Figuren nachvollziehbar werden. Besonders schön ist dabei, wie die verschiedenen Generationen trotz ihrer eigenen Probleme miteinander verbunden bleiben. Genau diese familiären Beziehungen verleihen der Geschichte Tiefe und machen sie so emotional.

Das einzige Negative an diesem Buch ist fast schon, dass es irgendwann endet. Trotz der vielen Seiten hätte die Geschichte gerne noch weitergehen dürfen, weil man die Charaktere schnell ins Herz schließt. Insgesamt ist „Heimkehr nach Morioka“ ein gefühlvoller Roman über Verlust, Hoffnung und Neuanfang, der lange nach dem Lesen im Gedächtnis bleibt.