Heilung zwischen Wolle und grünen Hügeln

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pilese Avatar

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„Heimkehr nach Morioka“ ist ein Buch, das mich richtig zur Ruhe hat kommen lassen. Es ist zwar kein nervenaufreibender Krimi, aber die Beschreibungen der japanischen Kultur und Landschaft sind einfach wunderschön. Im Mittelpunkt steht die 17-jährige Mio, die wegen Mobbing nur noch in ihrem Zimmer sitzt und sich in den roten Schal ihrer Oma kuschelt. Um dem Druck zu entfliehen, reist sie heimlich zu ihrem Opa aufs Land, wo sie in die alte Kunst des Webens eintaucht und lernt, wieder Vertrauen zu fassen. Was mir besonders gefallen hat: Trotz schwerer Themen wie Demenz, Mobbing oder Existenzängsten bleibt die Geschichte immer hoffnungsvoll und poetisch. Man lernt viel über Wolle, Farben und Handwerk, aber vor allem über den Weg zurück zu sich selbst. Es ist eine zarte Erzählung, die zeigt, wie prägend unsere familiären Wurzeln für uns sein können. Ein tolles Buch für alle, die in die japanische Literatur rein schnuppern wollen oder einfach eine Geschichte suchen, die das Herz wärmt!