Regt zum Verweilen und Nachdenken an

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cynthiam Avatar

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Dieses Buch ist für mich die japanische Version von Coming-of-Age: eine Familiengeschichte, die Suche nach der eigenen Identität und dem größeren Sinn im Leben. Für mich hat die Geschichte auch so ein bisschen Sturm und Drang Charakter, ist von einer inneren Unruhe, von Leidenschaft und Freiheitsliebe geprägt.

Zentrales Thema ist hier auch die Struktur und Kommunikation innerhalb einer Familie. Mio hat das Gefühl nicht verstanden und nicht gesehen zu werden, viel mehr Bürde zu sein und ihren Platz nicht zu kennen. In einer Übersprung-Handlung macht sie sich auf dem Weg zu ihrem Großvater um dort etwas über ihre Familie und sich selbst zu lernen

Ich fand Mios Gedanken und Handlungen sehr nachvollziehbar und habe an vielen Stellen mit den Reaktionen ihrer Eltern gehadert. Da liegt natürlich auch viel kultureller Einfluss, soziale Erwartungen und Leistungsdruck verborgen. Auch der Generationskonflikt kommt hier toll durch.

Die Geschichte regt zum Nachdenken an und ich ha sehr mit Mio mitgefühlt. Ich fands toll, wie sie sich entwickelt, für sich einsteht und ihren eigenen Weg sucht. Ein wirklich schönes, sanftes und trotzdem ergreifendes Buch