Schöne Geschichte
Mio ist 17 Jahre alt und wird in der Schule gehänselt. In der Beziehung zu ihren Eltern läuft es auch nicht gut. Da beschließt sie, in den Heimatort ihres Vaters zu reisen, wo noch ihr Großvater lebt. Sie kennt ihn bisher nicht, hat aber von ihm zur Geburt ein wunderschönes und wärmendes Tuch bekommen, selbstgewebt in seiner Textilmanufaktur. Wir erfahren nun, wie es Mio dort, in Morioka, ergeht, wie sie allmählich zur Ruhe kommt und ihr Selbstvertrauen wieder findet. Die Geschichte ist teils aus der Perspektive von Mio, teils aus der von ihrem Vater Hiroshi erzählt. Ich konnte mich in beide Personen sehr gut hineinfühlen. Ich kam selber beim Lesen des Buches und bei den Beschreibungen des Färbens, Spinnens, Webens der Schafwolle zur Ruhe. Obwohl ich sonst eher eine ungeduldige Leserin bin, mochte ich den ruhigen Verlauf des Buches wirklich sehr.