Schöner Roman über das Erwachsenwerden, Familie und traditionelles Handwerk
Seit Monaten wird die 17-jährige Mio in der Schule gemobbt. Als sie dann auch noch mit ihrer Mutter in einen Streit gerät, beschließt sie, Tokyo hinter sich zu lassen und nach Morioka zu fahren. Dort lebt ihr Großvater väterlicherseits und betreibt eine kleine, aber bekannte Wollmanufaktur. Bei ihm auf dem Land möchte Mio sich von allem erholen und herausfinden, was sie im Leben eigentlich machen will. Das gestaltet sich umso schwerer, da Mios Eltern ihre Entscheidung nicht akzeptieren wollen und selbst ihre eigenen Probleme haben. Außerdem hat Mio eine große Schwierigkeit: ihr fehlen oft die Worte und eine eigene Stimme.
„Heimkehr nach Morioka“ stammt aus der Feder der japanischen Schriftstellerin Yuki Ibuki und wurde von Charlotte Scheurer ins Deutsche übersetzt. Die Handlung wird aus zwei verschiedenen Perspektiven erzählt; zu Wort kommen dabei Protagonistin Mio einerseits und ihr Vater Hiroshi andererseits. So können wir einerseits Mios neues Leben in Morioka und ihre Lehre in der Manufaktur miterleben, erfahren auf der anderen Seite aber auch, wie es ihren Eltern mit der neuen Situation geht. Die Geschichte umfasst dabei einen Zeitraum von Juni bis März des Folgejahres, mit einem kleinen Epilog.
In erster Linie geht es für mich in diesem Roman um das Erwachsenwerden und die Frage, was man als junger Mensch mit seinem Leben anfangen bzw. wie man das eigentlich herausfinden soll. Mio gelingt es zu Beginn nicht, ihre Gefühle und Gedanken in Worte zu fassen und so bleibt sie in Gesprächen mit ihren Eltern stets stumm. Erst ihr Großvater versteht es, ihr den Raum zu geben, sich selbst zu vertrauen und die nötige Worte zu finden. Auch Taichi, der in der Manufaktur arbeitet, wird wie ein großer Bruder für sie und fordert sie heraus, ihren Gefühlen Luft zu machen.
„Heimkehr nach Morioka“ ist aber auch die Geschichte einer entfremdeten Familie, die nach Trauerfällen und Traumata erst wieder zueinander finden muss. Und der Roman ist eine Ode an das traditionelle Handwerk und das ohne dabei zu verkennen, wie schlecht seine Aussichten für die Zukunft sind. Einzig der Schluss der Geschichte kam für mich etwas zu früh.
„Heimkehr nach Morioka“ stammt aus der Feder der japanischen Schriftstellerin Yuki Ibuki und wurde von Charlotte Scheurer ins Deutsche übersetzt. Die Handlung wird aus zwei verschiedenen Perspektiven erzählt; zu Wort kommen dabei Protagonistin Mio einerseits und ihr Vater Hiroshi andererseits. So können wir einerseits Mios neues Leben in Morioka und ihre Lehre in der Manufaktur miterleben, erfahren auf der anderen Seite aber auch, wie es ihren Eltern mit der neuen Situation geht. Die Geschichte umfasst dabei einen Zeitraum von Juni bis März des Folgejahres, mit einem kleinen Epilog.
In erster Linie geht es für mich in diesem Roman um das Erwachsenwerden und die Frage, was man als junger Mensch mit seinem Leben anfangen bzw. wie man das eigentlich herausfinden soll. Mio gelingt es zu Beginn nicht, ihre Gefühle und Gedanken in Worte zu fassen und so bleibt sie in Gesprächen mit ihren Eltern stets stumm. Erst ihr Großvater versteht es, ihr den Raum zu geben, sich selbst zu vertrauen und die nötige Worte zu finden. Auch Taichi, der in der Manufaktur arbeitet, wird wie ein großer Bruder für sie und fordert sie heraus, ihren Gefühlen Luft zu machen.
„Heimkehr nach Morioka“ ist aber auch die Geschichte einer entfremdeten Familie, die nach Trauerfällen und Traumata erst wieder zueinander finden muss. Und der Roman ist eine Ode an das traditionelle Handwerk und das ohne dabei zu verkennen, wie schlecht seine Aussichten für die Zukunft sind. Einzig der Schluss der Geschichte kam für mich etwas zu früh.