Wolle, Heimkehr und Selbstfindung

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Das Buch Heimkehr nach Morioka handelt über Mio und ihre Familie, insbesondere ihren Vater (der eigene Kapitel hat) und ihren Großvater.

Es ist die Geschichte eines Mädchens, welches gemobbt wird und aufgrunddessen weder die Schule besuchen, noch das Haus verlassen kann. Auch ihre Mutter leidet dadurch unter Online-Schmähungen. Insgesamt ist die familiäre Situation angespannt. Vor allem das zwischen Mio und ihrer Mutter.

Sie beschließt ihren Großvater, den sie zuletzt als Baby gesehen hat, zu besuchen und von Zuhause wegzulaufen. Daraus entwickelt sich dann die Geschichte.

Der Buchtitel ist wirklich passend für die Geschichte, denn es handelt sich wirklich um eine Heimkehr, nicht örtlich sondern mental/geistig. Das Cover illustriert die Ruhe und Ausgegelichenheit der Wollmanufaktur in Morioka wirklich gut.

Die Geschichte ist interessant, nicht nur weil Mobbing ein bekanntes Thema ist, sondern auch weil die Entwicklungsschritte von Mio und ihrem Vater gut beschrieben werden. Auch die anderen Charaktere sind abwechslungsreich und lebendig beschrieben. Die Charaktere "wachsen" im Laufe des Buches

Der Schreibstil ist allgemein sehr flüssig und angenehm zu lesen. Beim Lesen des Buches überkam ich mich immer eine Ruhe und Gelassenheit, es hat mich irgendwie geerdet und auch kleine Dinge im Alltag schätzen lassen.

Insgesamt eine klare Empfehlung. Gerne kann es einen zweiten Band geben.