Interessante Charaktere und unerwartete Wendungen

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jukafo Avatar

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In Heir of Illusion begleiten wir Ivy, die seit ihrer Kindheit von dem König wie ein Haustier gehalten wird und mit Hilfe ihrere Fähigkeiten die Drecksarbeit für ihn erledigen muss, bei ihrem Versuch sich aus ihrer Situation zu befreien. Dabei muss sie nicht nur gegen ihre Schuldgefühle ankommen sondern auch gegen die Launen des Königs, Machtspiele und dunkle Geheimnisse.

Ich bin sehr schnell in die Geschichte hineingekommen. Auch wenn sich einzelne Entwicklungen zwischendurch erahnen lassen, schafft es die Autorin immer wieder, mit unerwarteten Wendungen zu überraschen und die Spannung hochzuhalten.

Ivy ist eine starke Protagonistin: tough, aber emotional, von Schuldgefühlen geprägt und ständig hin- und hergerissen zwischen ihrer Angst vor dem König und Widerstand. Trotz ihres eigenen schweren Schicksals versucht sie, anderen zu helfen, was sie sehr authentisch wirken lässt.

Thorne bleibt für mich bis zum Schluss rätselhaft. Ich wusste nie genau, was seine wahren Ziele sind – aber genau das macht ihn als Figur umso interessanter. Der König hingegen ist durchgehend unangenehm und ohne jede sympathische Seite.

Das Worldbuilding bleibt eher schlicht, was ich als angenehm empfunden habe. Man bekommt genau die Informationen, die man braucht, ohne von einer komplexen neuen Welt erschlagen zu werden.

Es gibt ein paar Längen, in denen sich die Handlung etwas zieht, sowie Konflikte, die nur auf mangelnder Kommunikation beruhen – ein Punkt, der mich persönlich immer etwas stört.

Für mich 4,5 Sterne aber hier runde ich gerne auf!

Fazit:
Spannender Auftakt mit interessanten Charakteren und fiesem Cliffhanger.