Zwei Welten, ein Traum
Die Leseprobe zu "Hello girls" fand ich schon extremst krass, zwei junge Mädchen im Teenageralter. Soweit so gut, wir wissen, dass die Pubertät jede Menge Konfliktpotential im familiären Umfeld in sich birgt, man möchte sich abgrenzen, frei sein, und hinterfragt mehr oder weder als heranwachsender Mensch alles, was sich da so abspielt um einen herum. Dieses Buch von Emily Henry und Brittany Cavalllaro hievt die Thematik jedoch noch einmal auf ein ganz anderes, ziemlich hässliches Level: Winona lebt in einem angesehenen Elternhaus, ihr Vater ist nach außen hin ein gefeierter TV-Star und Wohltäter, der jedoch seine eigene Tochter physisch wie psychisch kaputt macht. Nach außen hin spielt man heile Welt, hinter verschlossenen Türen wird die Speisekammer abgeschlossen und blaue Flecken verabreicht. Insgeheim wünscht Winona ihrem Vater sogar, als er gleich zum Auftakt des Buches auf der Bühne geehrt wird, er möge unglücklich auf der Treppe verunglücken und sich blutig am Kopf verletzen. Puh, das ist ja schon Mal eine Hausnummer, eine Tochter die ihrem Vater so etwas wünscht! Auf der anderen Seite haben wir Lucille, die zur Unterschicht zählt, wo der Strom abgeklemmt ist, das Linoleum schmierig klebt, und der Bruder kriminell ist.
Was die beiden so ungleichen Teenager verbindet ist der Wunsch, diesem Dasein zu entkommen, und gemeinsam planen sie die Flucht.
Die Autorinnen schreiben eindringlich, und selbst ich als Erwachsene fand das Gelesene insgesamt ziemlich brutal und erschreckend. Für mich war das Gelesene doch etwas zu gewollt inszeniert, das Glamour-Girl aus feinem Hause, das ein teures Armband trägt, das gequält wird auf unterschiedlichste Art und Weise, ihr gegenüber dann die Pechmarie aus armem Hause, deren Bruder auch noch im kriminellen Milieu agiert. Das war mir ein Hauch zuviel von allem und doch auch an manchen Stellen schon klischeehaft auch. Für mein Empfinden ist das nicht unbedingt ein Stoff, den 14-jährige Mädchen gerne lesen. Meine Enkelin ist in etwa in dem Alter und sie fand die Leseprobe eher befremdlich, um es einmal diplomatisch zu formulieren.
Was die beiden so ungleichen Teenager verbindet ist der Wunsch, diesem Dasein zu entkommen, und gemeinsam planen sie die Flucht.
Die Autorinnen schreiben eindringlich, und selbst ich als Erwachsene fand das Gelesene insgesamt ziemlich brutal und erschreckend. Für mich war das Gelesene doch etwas zu gewollt inszeniert, das Glamour-Girl aus feinem Hause, das ein teures Armband trägt, das gequält wird auf unterschiedlichste Art und Weise, ihr gegenüber dann die Pechmarie aus armem Hause, deren Bruder auch noch im kriminellen Milieu agiert. Das war mir ein Hauch zuviel von allem und doch auch an manchen Stellen schon klischeehaft auch. Für mein Empfinden ist das nicht unbedingt ein Stoff, den 14-jährige Mädchen gerne lesen. Meine Enkelin ist in etwa in dem Alter und sie fand die Leseprobe eher befremdlich, um es einmal diplomatisch zu formulieren.