Zwei Mädchen, ein Roadtrip und der Wunsch nach Freiheit

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jockeline Avatar

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Winona und Lucille könnten kaum unterschiedlicher sein, trotzdem verbindet die beiden viel mehr, als man zunächst denken würde. Beide wünschen sich nichts mehr als ein selbstbestimmtes Leben und müssen auf von anderen kämpfen. Ich fand ihre Ausgangssituationen und wie sehr beide darunter leiden erschreckend gut beschrieben. Umso schöner fand ich es, wie aus ihrer Begegnung eine Freundschaft entsteht, die ihnen die Kraft gibt, gemeinsam aus ihrem alten Leben auszubrechen.

Die Geschichte nimmt ziemlich schnell an Fahrt auf und entwickelt sich zu einem wilden Roadtrip, bei dem die beiden immer wieder vor neuen Problemen stehen und teilweise riskante Entscheidungen treffen. Dabei ist nicht unbedingt alles realistisch, aber ich konnte mich gut darauf einlassen, weil man merkt, wie verzweifelt beide versuchen, endlich das Steuer ihres Lebens in die Hand zu nehmen. Besonders gefallen hat mir, dass die beiden nicht einfach nur auf ihre schwierigen Situationen reduziert werden, sondern auch ihre ganz eigenen Stärken, Schwächen und Träume mitbringen.

Hinter der schnellen Handlung stecken einige ernste Themen wie Gewalt, Abhängigkeit und die Frage, wie man sich aus einem Leben befreien kann, das einem von anderen vorgegeben wird. Gleichzeitig zeigt das Buch, wie viel Kraft eine Freundschaft geben kann, wenn man sonst kaum jemanden hat, auf den man sich verlassen kann.

Insgesamt fand ich „Hello Girls“ eine unterhaltsame, emotionale und stellenweise ziemlich wilde Geschichte über Freundschaft, Freiheit und weibliche Solidarität. Nicht alles fand ich unbedingt realistisch, aber die Dynamik zwischen Winona und Lucille hat das für mich gut ausgeglichen. Ein tolles Buch für alle, die Lust auf einen turbulenten Roadtrip mit zwei jungen Frauen haben, die sich nicht länger vorschreiben lassen wollen, wie sie zu leben haben!