Zwei ungleiche Freunde, ein großer Zauber – und eine Suche, die ans Herz geht

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m.singh Avatar

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In „Herwig und Elsie – Wo ist der große Zauberer?“ von Ute Krause startet alles mit einem Moment, der einen direkt packt: Herwig, der Hase, ist plötzlich allein. Der Zauberer Hokus van Pokus, der ihn jahrelang in den Hut hinein- und wieder herausgezaubert hat, ist verschwunden – und hinterlässt nur ein paar rätselhafte Dinge: eine magische Brille, einen Zauberstab, einen Hut und einen Brief. Schon diese Idee ist richtig charmant, weil sie sofort Lust macht, gemeinsam mit Herwig auf Spurensuche zu gehen.

Auf seinem Weg trifft Herwig Elsie, eine Elefantendame, die ebenfalls jemanden vermisst: ihren besten Freund, der in einen anderen Zoo abgegeben wurde. Und zack – man merkt schnell, worum es im Kern geht: nicht nur um Zauberei und Abenteuer, sondern um Freundschaft, Verlust und Zusammenhalt. Herwig und Elsie sind dabei herrlich ungleich, und genau das macht ihren gemeinsamen Weg so witzig und gleichzeitig rührend. Dieses „Wir müssen uns erst zusammenraufen“-Gefühl kennt man ja auch aus dem echten Leben (nur meist ohne Zauberstab… leider).

Besonders schön ist, wie das Buch die magischen Elemente nutzt, ohne dass die Emotionen zu kurz kommen: Die Abenteuer wirken lebendig und kindgerecht, und gleichzeitig steckt eine warme Botschaft drin – dass man sich in schwierigen Momenten gegenseitig finden kann, auch wenn man ganz verschieden ist. Für Kinder ab 5 Jahren ist das ideal: spannend, lustig, aber eben auch mit Herz.

Fazit: Ein witziges Vorleseabenteuer mit viel Zauberei, einem echten Such-„Sog“ und zwei Held*innen, die man schnell ins Herz schließt. Perfekt zum Vorlesen, weil man mitfiebert, mitlacht – und am Ende wahrscheinlich denkt: Zum Glück haben die beiden sich gefunden.