Ein zauberhaftes Buch über Freundschaft und Mut und Abschied

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Das Buch „Herwig und Else. Wo ist der große Zauberer?“ von Ute Kraus (erschienen im cbj-Verlag im Februar 2026) ist wunderschön, ein wenig traurig und sehr hoffnungsvoll. Es erzählt davon, wie man Freunde und Mut findet, wie man Abenteuer besteht und wie aus einem Abschied ein Neuanfang wachsen kann.
Der kleine Hase Herwig wacht eines Morgens auf und der große Zauberer Hokus van Pokus ist verschwunden. Zurückgelassen hat er für Herwig nur einen Abschiedsbrief und einige Zauberutensilien. Herwig ist zunächst sehr verängstigt und fühlt sich schrecklich alleine. Doch schon bald macht er die Bekanntschaft mit der Elefantin Else. Nach anfänglichen Schwierigkeiten freunden die beiden sich schnell an und gemeinsame begeben sie sich auf die Suche nach Hokus van Pokus.
Auf allen Seiten gibt es kleinere oder größere Illustrationen von der Autorin selbst. Diese sind detailreich und mit größter Sorgfalt ausgeführt, so dass es überall etwas zu entdecken gibt. Herwig, Else und die übrigen Tiere und Menschen sind äußerst liebevoll gezeichnet und ergänzen den Text überaus stimmig.
Zwischen den Zeilen scheint durch, dass Hokus van Pokus verstorben ist, doch das steht nicht im Vordergrund. Wichtiger sind der Neuanfang und der Blick nach vorne. Es geht in der Geschichte darum, dass der kleine Hase die Angst vor „dem großen Unbekannten“ verliert, dass er lernt auf sich und seine Fähigkeiten zu vertrauen und neue Freunde findet.
Das Buch ist in 13 Kapitel unterteilt und eignet sich wunderbar als Gute-Nacht-Geschichte zum Vorlesen. Es ist voller Spannung und unerwarteter Wendungen, welche die Vorfreude und das Interesse auf das nächste Kapitel wachhalten. Ein bezauberndes Kinderbuch, das lange nachklingt. Daher aus vollem Herzen: 5/5 Sternen.