Von Freundschaft, ersten Zauberversuchen und Über-sich-hinaus-wachsen
Der Hase Herwig ist der Partner eines Zauberers und lässt sich Abend für Abend von ihm vor dem Publikum aus dem Hut zaubern. Als der Zauberer eines Morgens nicht mehr da ist und Herwig einen Abschiedsbrief sowie seine Zauberutensilien vorfindet, steht es zum ersten Mal in seinem Leben alleine da. Es kostet ihn einige Überwindung, doch er beschließt nicht nur, sich auf die Suche nach dem Zauberer zu machen, sondern unternimmt auch seine ersten Zauberversuche. Gleich beim ersten steht auf einmal eine riesige Elefantendame bei Herwig im Wohnzimmer. Gemeinsam mit ihr startet Herwig seine Suche und wächst über sich selbst hinaus.
Die Idee zur Geschichte finde ich lustig und originell. Die Perspektive des Hasen, der auf einmal vom Zauberobjekt selbst zum Zauberer wird, macht sehr viel Spaß zu lesen. Auch ist Herwig’s Situation gut nachvollziehbar. Die Autorin schafft es sehr gut, seine Unsicherheit und Angst rüberzubringen und ihn dabei zu begleiten, wie er Stück und Stück und manchmal ohne es zu merken, seine Grenzen überwindet und über sich hinauswächst. Der Erzählstil ist locker-leicht und man kann gut folgen.
Beim Lesen musste ich das eine oder andere Mal schmunzeln, denn Ute Krause schreibt mit Humor. Spätestens als eine ganze Horde Mini-Elefanten Garten und Haus bevölkert, kann niemand mehr das Lachen unterdrücken. Auch der Übermut, den die beiden Hauptfiguren zwischendurch überkommt (zum Beispiel Springen sie durch die Laubhaufen auf dem Bürgersteig) macht sie sehr sympathisch und kindgerecht.
Obwohl die Geschichte insgesamt wohl eine zielgruppengerechte Handlung aufweist, war mir das Geschehen an der ein oder anderen Stelle irgendwie zu flott und Herausforderungen ließen sich viel zu easy lösen. Zum Beispiel ist Herwig eigentlich sehr von seiner Angst geprägt und seine Taten werden von ihr bestimmt. Als er jedoch ein altes Zauberbuch ganz allein aus einer Kiste holen muss, überwindet er sie gefühlt mit einem Fingerschnipsen. Hier hätte ich mir ein wenig mehr Anlaufphase, Zweifeln, Vorankommen und Rückschläge gewünscht – so wie es halt im echten Leben ist. Ein Kritikpunkt ist für mich außerdem eine Aussage relativ gegen Ende. Hier schreibt die Elefantendame Elsie in einem Satz ihren ehemals besten Freund Emil einfach ab und ersetzt ihn durch Herwig als neuen besten Freund. Dass die beiden nun beste Freunde sind, finde ich nicht schlimm, aber dieses einfache Ersetzen ohne einen weiteren Gedanken daran zu verschwenden, fand ich irgendwie keine schöne Message.
Toll sind die Illustrationen mit denen die Autorin selbst ihrer Geschichte Leben verleiht. Auf jeder Seite findet sich größere oder kleinere Zeichnungen, die in meinen Augen alle sehr gelungen sind. Ich habe es genossen, die Geschichte auch bildlich mitzuverfolgen.
Insgesamt eine ganz schöne Geschichte, die jedoch einzelne Schwächen hinsichtlich des etwas zu einfachen Umgangs mit großen Gefühlen und Herausforderungen aufweist. Dennoch unterhaltsam, empfohlen für jüngere Kinder und insbesondere die hübschen Illustrationen sowie der humorvolle Schreibstil sind hervorzuheben.
Die Idee zur Geschichte finde ich lustig und originell. Die Perspektive des Hasen, der auf einmal vom Zauberobjekt selbst zum Zauberer wird, macht sehr viel Spaß zu lesen. Auch ist Herwig’s Situation gut nachvollziehbar. Die Autorin schafft es sehr gut, seine Unsicherheit und Angst rüberzubringen und ihn dabei zu begleiten, wie er Stück und Stück und manchmal ohne es zu merken, seine Grenzen überwindet und über sich hinauswächst. Der Erzählstil ist locker-leicht und man kann gut folgen.
Beim Lesen musste ich das eine oder andere Mal schmunzeln, denn Ute Krause schreibt mit Humor. Spätestens als eine ganze Horde Mini-Elefanten Garten und Haus bevölkert, kann niemand mehr das Lachen unterdrücken. Auch der Übermut, den die beiden Hauptfiguren zwischendurch überkommt (zum Beispiel Springen sie durch die Laubhaufen auf dem Bürgersteig) macht sie sehr sympathisch und kindgerecht.
Obwohl die Geschichte insgesamt wohl eine zielgruppengerechte Handlung aufweist, war mir das Geschehen an der ein oder anderen Stelle irgendwie zu flott und Herausforderungen ließen sich viel zu easy lösen. Zum Beispiel ist Herwig eigentlich sehr von seiner Angst geprägt und seine Taten werden von ihr bestimmt. Als er jedoch ein altes Zauberbuch ganz allein aus einer Kiste holen muss, überwindet er sie gefühlt mit einem Fingerschnipsen. Hier hätte ich mir ein wenig mehr Anlaufphase, Zweifeln, Vorankommen und Rückschläge gewünscht – so wie es halt im echten Leben ist. Ein Kritikpunkt ist für mich außerdem eine Aussage relativ gegen Ende. Hier schreibt die Elefantendame Elsie in einem Satz ihren ehemals besten Freund Emil einfach ab und ersetzt ihn durch Herwig als neuen besten Freund. Dass die beiden nun beste Freunde sind, finde ich nicht schlimm, aber dieses einfache Ersetzen ohne einen weiteren Gedanken daran zu verschwenden, fand ich irgendwie keine schöne Message.
Toll sind die Illustrationen mit denen die Autorin selbst ihrer Geschichte Leben verleiht. Auf jeder Seite findet sich größere oder kleinere Zeichnungen, die in meinen Augen alle sehr gelungen sind. Ich habe es genossen, die Geschichte auch bildlich mitzuverfolgen.
Insgesamt eine ganz schöne Geschichte, die jedoch einzelne Schwächen hinsichtlich des etwas zu einfachen Umgangs mit großen Gefühlen und Herausforderungen aufweist. Dennoch unterhaltsam, empfohlen für jüngere Kinder und insbesondere die hübschen Illustrationen sowie der humorvolle Schreibstil sind hervorzuheben.