Der Funke ist nur teilweise übergesprungen
„Highland Husbands“ ist Band 5 der „Why Choose“-Reihe von Lily Gold.
Nach einem Shitstorm rund um ein viral gegangenes Video und einem geplatzten Spa-Aufenthalt landet die Londoner Mode- und Kosmetikinfluencerin Summer auf der Lochview Schaffarm mitten in den schottischen Highlands. Statt Luxus und Social Media gibt hier nur Schafe und drei äußerst attraktive Schotten, die Summer nach einigen Anlaufschwierigkeiten nur allzu gern von ihren Problemen ablenken und beschützen möchten. Dabei sind der charmante Fraser, der raubeinige Cameron und der pflichtbesessene Alec beste Freunde, die stets zusammenhalten und von denen doch jeder mit seinen eigenen Dämonen zu kämpfen hat.
Auf dem hübschen grünen Cover, das im unteren Teil den Schauplatz der Highlands andeutet, zieren die vier unverkennbaren Protagonisten die Ecken. Das Cover passt damit sowohl zum Inhalt des Romans als auch zu den Vorgängerbänden der Reihe.
Da mich Cover und Klappentext gleichermaßen angesprochen haben, ich zuvor aber von der Autorin Lily Gold noch nichts gelesen hatte, bin ich mit einer eher vagen Erwartungshaltung an das Buch herangegangen. Auf jeden Fall erwartet habe ich eine schöne Romance mit Eifersuchtsdramen und etwas Spice, eine psychisch leicht angeknackste Protagonistin und die schöne, aber raue Natur der schottischen Highlands als Setting. Mit Ausnahme der Eifersuchtsdramen und etwas mehr Spice als angenommen, habe ich dies auch bekommen. Hätte ich die Buchreihe schon gekannt, wäre ich von den weiteren Tropes ‚Reverse Harem‘ und ‚Why Choose‘ nicht überrascht worden. Da die Protagonisten damit offenbar mehr als fein sind – der Roman ist in Ich-Erzählweise abwechselnd aus allen vier Perspektiven geschrieben – bin ich es auch. Insgesamt lässt sich der Roman durch einen flüssigen Schreibstil sehr angenehm lesen, trotzdem wirkt es manchmal etwas langatmig und leider auch seicht. Zwar werden hier einige durchaus ernste Themen angerissen, wie die fatalen Auswirkungen von Social Media, das Leben mit ADHS, Selbstverleugnung, Depression, toxische Vater-Sohn-Beziehung und einiges mehr, die meisten bedauerlicherweise aber wirklich nur an der Oberfläche angekratzt und auch den Gesprächen fehlt es weitgehend an Tiefgang. Weniger wäre vielleicht mehr gewesen. Auch der Eindruck vom hilflosen kleinen Mädchen und den drei großen starken Beschützern relativiert sich erst ziemlich zum Schluss ein wenig. Nichtsdestotrotz hat mir die Grundidee der Handlung gut gefallen und zumindest die negativen Begleiterscheinungen, die Social Media haben kann, sind deutlich herausgestellt.
Die Protagonisten bleiben für meinen Geschmack ein wenig zu flach und undifferenziert – eher Typen als eigenständige Figuren mit Ecken und Kanten. Alles oder besser gesagt alle drehen sich hier um die Londoner Modeinfluencerin Summer. Sie liebt Glitzer, Glamour und alles was pink ist. Dabei ist sie allerdings ein absoluter People Pleaser, was bis hin zur Verleugnung ihrer eigenen Wünsche und Bedürfnisse reicht. Außerdem leidet Summer in vielen Situationen unter ihrer ADHS und fühlt sich von den Umständen oft gestresst oder überfordert. Auf Verständnis hierfür stößt sie in ihrem Londoner Leben bisher vergebens. Eigentlich ein absolutes Großstadtgirl entwickelt Summer für sie selbst ganz unerwartet eine Vorliebe für das Leben und die Männer auf der Farm. Zwar wirkt sie auf den ersten Blick durchaus oberflächlich und psychisch instabil, zeigt aber immer wieder, dass sie auch mal zupacken kann. Je näher sie ihrem eigenen Selbst wieder kommt, desto mehr steigt auch ihr Selbstbewusstsein und ihr Streben nach öffentlicher Beliebtheit wiegt weniger schwer. Die drei Schaffarmer sind dagegen absolute Naturburschen. Fraser ist der charmante Sunnyboy, in dessen Leben es jedoch auch überraschend dunkle Tage gibt. Der, nach einem Unfall in seiner Mobilität eingeschränkte Cameron fällt in die Kategorie raue Schale weicher Kern. Er ist zweifelsfrei der feinfühligste unter den drei Männern. Alec ist der Besitzer der Schaffarm und ein absoluter Kontroll- und Sicherheitsfreak, der sich am liebsten nur auf sich selbst verlässt. Doch diese Seite an ihm basiert auf traumatischen Erlebnissen. Alle drei sind seit ihrer Jugend eng miteinander befreundet. Obwohl es gerade zwischen Cameron und Alec auch immer wieder zu Reibereien kommt, möchten sie stets nur das Beste füreinander.
„Highland Husbands“ konnte bei mir mit einer ansprechenden Handlung, dem flüssigen Schreibstil und einem tollen Setting punkten, auch wenn ich mir zeitweise etwas mehr Authentizität und Tiefgang gewünscht hätte.
Nach einem Shitstorm rund um ein viral gegangenes Video und einem geplatzten Spa-Aufenthalt landet die Londoner Mode- und Kosmetikinfluencerin Summer auf der Lochview Schaffarm mitten in den schottischen Highlands. Statt Luxus und Social Media gibt hier nur Schafe und drei äußerst attraktive Schotten, die Summer nach einigen Anlaufschwierigkeiten nur allzu gern von ihren Problemen ablenken und beschützen möchten. Dabei sind der charmante Fraser, der raubeinige Cameron und der pflichtbesessene Alec beste Freunde, die stets zusammenhalten und von denen doch jeder mit seinen eigenen Dämonen zu kämpfen hat.
Auf dem hübschen grünen Cover, das im unteren Teil den Schauplatz der Highlands andeutet, zieren die vier unverkennbaren Protagonisten die Ecken. Das Cover passt damit sowohl zum Inhalt des Romans als auch zu den Vorgängerbänden der Reihe.
Da mich Cover und Klappentext gleichermaßen angesprochen haben, ich zuvor aber von der Autorin Lily Gold noch nichts gelesen hatte, bin ich mit einer eher vagen Erwartungshaltung an das Buch herangegangen. Auf jeden Fall erwartet habe ich eine schöne Romance mit Eifersuchtsdramen und etwas Spice, eine psychisch leicht angeknackste Protagonistin und die schöne, aber raue Natur der schottischen Highlands als Setting. Mit Ausnahme der Eifersuchtsdramen und etwas mehr Spice als angenommen, habe ich dies auch bekommen. Hätte ich die Buchreihe schon gekannt, wäre ich von den weiteren Tropes ‚Reverse Harem‘ und ‚Why Choose‘ nicht überrascht worden. Da die Protagonisten damit offenbar mehr als fein sind – der Roman ist in Ich-Erzählweise abwechselnd aus allen vier Perspektiven geschrieben – bin ich es auch. Insgesamt lässt sich der Roman durch einen flüssigen Schreibstil sehr angenehm lesen, trotzdem wirkt es manchmal etwas langatmig und leider auch seicht. Zwar werden hier einige durchaus ernste Themen angerissen, wie die fatalen Auswirkungen von Social Media, das Leben mit ADHS, Selbstverleugnung, Depression, toxische Vater-Sohn-Beziehung und einiges mehr, die meisten bedauerlicherweise aber wirklich nur an der Oberfläche angekratzt und auch den Gesprächen fehlt es weitgehend an Tiefgang. Weniger wäre vielleicht mehr gewesen. Auch der Eindruck vom hilflosen kleinen Mädchen und den drei großen starken Beschützern relativiert sich erst ziemlich zum Schluss ein wenig. Nichtsdestotrotz hat mir die Grundidee der Handlung gut gefallen und zumindest die negativen Begleiterscheinungen, die Social Media haben kann, sind deutlich herausgestellt.
Die Protagonisten bleiben für meinen Geschmack ein wenig zu flach und undifferenziert – eher Typen als eigenständige Figuren mit Ecken und Kanten. Alles oder besser gesagt alle drehen sich hier um die Londoner Modeinfluencerin Summer. Sie liebt Glitzer, Glamour und alles was pink ist. Dabei ist sie allerdings ein absoluter People Pleaser, was bis hin zur Verleugnung ihrer eigenen Wünsche und Bedürfnisse reicht. Außerdem leidet Summer in vielen Situationen unter ihrer ADHS und fühlt sich von den Umständen oft gestresst oder überfordert. Auf Verständnis hierfür stößt sie in ihrem Londoner Leben bisher vergebens. Eigentlich ein absolutes Großstadtgirl entwickelt Summer für sie selbst ganz unerwartet eine Vorliebe für das Leben und die Männer auf der Farm. Zwar wirkt sie auf den ersten Blick durchaus oberflächlich und psychisch instabil, zeigt aber immer wieder, dass sie auch mal zupacken kann. Je näher sie ihrem eigenen Selbst wieder kommt, desto mehr steigt auch ihr Selbstbewusstsein und ihr Streben nach öffentlicher Beliebtheit wiegt weniger schwer. Die drei Schaffarmer sind dagegen absolute Naturburschen. Fraser ist der charmante Sunnyboy, in dessen Leben es jedoch auch überraschend dunkle Tage gibt. Der, nach einem Unfall in seiner Mobilität eingeschränkte Cameron fällt in die Kategorie raue Schale weicher Kern. Er ist zweifelsfrei der feinfühligste unter den drei Männern. Alec ist der Besitzer der Schaffarm und ein absoluter Kontroll- und Sicherheitsfreak, der sich am liebsten nur auf sich selbst verlässt. Doch diese Seite an ihm basiert auf traumatischen Erlebnissen. Alle drei sind seit ihrer Jugend eng miteinander befreundet. Obwohl es gerade zwischen Cameron und Alec auch immer wieder zu Reibereien kommt, möchten sie stets nur das Beste füreinander.
„Highland Husbands“ konnte bei mir mit einer ansprechenden Handlung, dem flüssigen Schreibstil und einem tollen Setting punkten, auch wenn ich mir zeitweise etwas mehr Authentizität und Tiefgang gewünscht hätte.