Toller Reihenauftakt

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holdesschaf Avatar

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Zoa ist sauer! Und traurig! Ihre Oma zieht mir nichts dir nichts nach Athen, um eine alte Schulfreundin zu unterstützen und lässt Zoa einfach zurück. Dafür bekommen sie und ihre Eltern zwar deren Häuschen und haben mehr Platz, doch das ist gleich das nächste Problem. Denn so muss Zoa auch noch die Schule wechseln und ihre beste Freundin zurücklassen. Da hilft der Eulen-Anhänger, den Oma ihr zum Abschied schenkt, auch nicht weiter. Oder doch? Plötzlich tauchen verdächtig viele Eulen in Zoas Umfeld auf. Wie wird sie die nur wieder los?

Wir hatten die Leseprobe zum Buch entdeckt und mochten Zoas Art sofort. Sie hat kein Problem damit ihre Gefühle rauszulasssen. Gut, sie ist eingeschnappt und sauer auf ihre Oma, doch das ist für ein Kind sehr gut nachvollziehbar. Auch die bockige Art, die sie am Flughafen beim Abschied an den Tag legt, kennt man als Eltern nur zu gut. Von daher ist die Ausgangslag ziemlich realistisch. Doch dann kommt mit Zoas neuem Amulett und den überall auftauchenden und seltsam aussehenden Eulen ein zauberhaftes Element in die Geschichte. Wir fanden es einfach witzig, was die Eulen so machen und wie besonders jede einzelne ist. Nicht nur Fans dieser Tiere kommen hier voll auf ihre Kosten. Die eigentlich eher bittere Grundstimmung wird durch sie auf jeden Fall durchbrochen. Vor allem die supersüßen und schrägen Eulen-Illustrationen sind echt der Hit und haben uns immer wieder schmunzeln lassen.

Die Themen Umzug, neue Klasse und Vermissen der Freundin treffen hier Situationen, die viele Kinder kennen und durchleben müssen. Auch, dass die Eltern sich nicht allen Kinderwünschen beugen, obwohl eigentlich nichts dagegen spricht, ist etwas, das Kinder bewegt, weil es für siee nicht verständlich ist. Im Buch trifft das auf Zoas Wünsche zum neuen Zimmer zu, die einfach übergangen werden. Zoa hat so viele negative Gefühle, dass sie einfach nicht weiß, wohin damit. Doch auch mit Eulen, die ein bisschen nachhelfen, ist es schwer, Anschluss zu finden. Nach und nach findet Zoa heraus, warum die Eulen auftauchen und was Omas Amulett damit zu tun hat. Mir als erwachsener Leser*in hat vor allem das Ende viel gegeben, als es darum geht, wie Zoa die Eulen und damit die schlechen Gefühle wieder los wird. Da steckt einiges an nützlicher Lebensweisheit drin, die ohne Zeigefinger vermittelt wird und auch viel mit dem gerade oft genannten Schlagwort Resilienz zu tun hat. Die Geschichte ist ein toller Auftakt der Reihe "Zu viele...", der perfekt problematische Ereignisse mit schönen und lustigen kombiniert. 5 Sterne