Unterhaltsamer Lesespaß mit Zoa und den Zaubereulen

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airedale Avatar

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Dieses fantasievolle Kinderbuch für Kinder ab 8 Jahren ist sehr lustig und unterhaltsam geschrieben, greift aber auch feinfühlig verschiedene Problematiken und Ängste der Kinder auf.
Der Schreibstil gefällt mir sehr gut, und es gelingt meinen Enkelkindern und mir sofort sehr gut mitten im Geschehen zu sein. Mars- Leo Frei schreibt sehr lebendig, mit viel Wortwitz und versteht es geschickt auch verschiedene Botschaften mit unterzubringen. Dies harmonisiert hervorragend mit den dazu perfekt passenden und auflockernden Illustrationen, die es den Leseanfängern/ Zweitklässlern leichter machen flüssig zu lesen.
"Hilfe, zu viele Zaubereulen" tauchen in der Klasse 4 B in der Henriette-Haumichnich-Schule in Proppen an der Voll auf. Das ist Zoas neue Klasse mit 20 Schülern (inklusive Zoa), die alle wunderbar total unterschiedlich sind. Dies wird auch schon sehr anschaulich auf dem bunten Cover vermittelt, auf dem wir auch die (zu) vielen Eulen betrachten können. Uns gefällt es sehr gut, weckt gleich unsere Fantasie und macht Lust aufs Lesen.
Zoa ist die Hauptakteurin dieser magischen Geschichte, deren geliebte Oma Jaja in ihre alte Heimat- nach Griechenland auswandert. Sie wohnt dann bei einer alten Freundin in Athen!  Darüber ist Zoa sehr traurig und zornig, denn auch sie muss umziehen- nämlich in das alte Haus ihrer Großmutter. Da muss sie plötzlich viel verkraften und es stürmt viel Neues auf sie ein:
Ein neues Zuhause, eine neue Stadt, eine neue Klasse- so viele vertraute Menschen die ihr fehlen.
Der Start in die neue Klasse fällt ihr sehr schwer, weil sie sehr unsicher ist, voller Ängste und Wut.
Und dann sind da noch die plötzlich auftauchenden (Zauber) Eulen, die ihr offensichtlich folgen. Es werden immer mehr- was hat das wohl zu bedeuten?
Dies löst sich nach und nach erst am Ende der Geschichte auf.
Auf ihrem Weg zum Neuanfang helfen ihr vor Allem auch die Worte ihrer Großmutter, und sie haben eine besondere Bedeutung:
Irgendwann kann man aus hässlichen Gefühlen etwas Schönes machen.
Mach aus dem Hässlichen etwas Schönes!
Ich finde, das ist eine wunderbare Aussage, über die ich mit meinen Enkelkindern ausgiebig gesprochen habe.
Meinen Enkelkindern (8 und 9 Jahre alt) und mir hat das Buch sehr gut gefallen, deshalb von uns eine klare Leseempfehlung.