Atmosphärischer Roman

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„Hinaus in den Wind“ von Trude Teige hat mir insgesamt sehr gut gefallen, vor allem, weil die Geschichte eine ganz besondere Atmosphäre vermittelt und man beim Lesen schnell in die raue Welt der norwegischen Küstendörfer eintaucht. Die Beschreibungen des Meeres, der Landschaft und der Gesellschaft dort haben mir besonders gut gefallen, weil sie sehr anschaulich sind und man sich die Umgebung richtig vorstellen kann.

Auch die Figurenzeichnung finde ich gelungen, allen voran die Protagonistin Kristiane, die sich immer wieder mit den Erwartungen ihrer Familie und den Traditionen auseinandersetzen muss, gleichzeitig aber versucht, ihren eigenen Weg zu gehen. Gerade dieser Konflikt zwischen dem, was von einer erwartet wird, und dem, was man selbst im Leben möchte, macht die Geschichte für mich sehr reizvoll.

An einigen Stellen war mir die Handlung etwas zu ruhig, und nicht alles hat mich gleichermaßen gefesselt, aber insgesamt habe ich das Buch sehr gerne gelesen. Trude Teige erzählt angenehm und schafft es, die Familiengeschichte spannungsvoll zu erzählen.

Für mich ist „Hinaus in den Wind“ ein schöner Roman für alle, die gerne historische Familiengeschichten lesen und sich dabei in eine andere Welt entführen lassen möchten. Besonders die raue, norwegische Küstenlandschaft blieb mir nach dem Lesen noch lange im Gedächtnis.