Fortsetzung von "Der Gesang der See"

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engelsgesicht77 Avatar

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Vielen Dank, dass ich das Buch lesen konnte. Der zweite Teil hat mir besser gefallen, wahrscheinlich lag es daran, dass ich bereits eine Beziehung zu den einzelnen Charakteren aufgebaut hatte. Konnte mich gut in die Gefühlswelt von der Schifferin Kristiane Kvalsvik hineinversetzen. Es ist in einem kleinen Dorf sehr schwierig, sich zu behaupten, und böse Zungen sagen, sie sei nicht normal.

In diesem Band entdeckt sie ein totes Baby und muss zusammen mit dem Richter und dem Vorsteher klären, wem das tote Kind gehört und ob es ermordet wurde. Als bekannt wird, wer wirklich verantwortlich ist, glaubt Kristiane es nicht und setzt sich für das Recht ein.

Sie will unbedingt, dass ihr Sohn Lotse wird, obwohl er das nicht will. Er liebt die Musik, doch sie will dies nicht fördern, obwohl jeder ihr dazu rät. Dann trifft ihn ein harter Schicksalsschlag und es kommt zu einer Besinnung. Konstanze, ihre Tochter, möchte Lotsin werden, was ihr gemäß der Tradition jedoch nicht erlaubt ist. Sie muss, genau wie ihre Mutter, jemanden heiraten. Es ist schade, dass man bestimmte Dinge nicht tun darf, nur weil es die Tradition vorschreibt.

Der Schreibstil ist flüssig und leicht lesbar, beim Lesen entstehen Bilder vor den Augen, und das gefällt mir sehr.

Ein Roman, der die Themen Familie, Verpflichtungen und persönliche Träume behandelt und von großer Emotionalität und Dramatik geprägt ist. Es ist nicht zwingend notwendig, den ersten Band gelesen zu haben, aber ich halte es für sinnvoller, da man so die Handlungen von Kristiane und ihrem Mann besser nachvollziehen kann.

Da ich die Bücher von Trude Teige liebe, empfehle ich das Buch sehr gerne weiter.