Neues von Lotsenhof

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cynthiam Avatar

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Ich fand ja den ersten Band rund im Kristiane nicht ganz so stark, weil ich mit ihr als Protagonistin nicht so recht warm geworden bin. Und auch hier habe ich das Gefühl, dass Kristiane aus ihrer eigenen Geschichte nichts gelernt hat und wieder hauptsächlich macht, wie ihr der Kopf steht.

Dafür mochte ich Anders und Konstanze richtig gern und finds toll, wie beide aus den gesellschaftlichen Mustern auszubrechen versuchen. Hier hätte ich mir gerne tiefere Einblicke gewünscht, denn trotz allem steht weiterhin Kristiane im Mittelpunkt der Geschichte.

Die Story ist wieder dramatisch und auch ziemlich tragisch, getragen von der rauen Lebensweise der Familie, den Beziehungen, von denen sie geprägt wird und zusätzlich von einem traurigen Fund, der der Geschichte ein zusätzliches Spannungselement hinzufügt.

Die Geschichte endet an einer Stelle, wo ich gerne noch weitergelesen hätte. Gleichzeitig hatte ich bei diesem Buch das Gefühl, dass viel und zugleich sehr wenig passiert und der gezeigte Lebensausschnitt wahnsinnig kurz war.
Ist vielleicht eine sehr persönliche Reihe für die Autorin, ich als Leserin spüre weiterhin eine gewisse Distanz.
Kann man lesen, ich finde andere Bücher von Trude Teige aber stärker.