spannende Familiengeschichte mit einer starken Frauenfigur

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moquai Avatar

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"Hinaus in den Wind" ist die Fortsetzung des Romanes "Der Gesang der See" von Trude Teige. Man kann diesen Roman allerdings auch lesen, ohne den 1. Teil zu kennen. Ich würde den Lesern jedoch empfehlen, den 1. Teil zu lesen, da dieser auch sehr spannend und interessant ist und man eine der Hauptfiguren des Romanes, Kristiane und deren Geschichte besser kennenlernt.

Als Kristiane sich an ihren Lieblingsplatz am Meer zurückzieht, findet sie ein totes Baby. Der Lensmann ist der festen Meinung, dass eine Frau der Insel ihr Kind getötet hätte und Kristiane soll alle Frauen im gebärfähigen Alter befragen und untersuchen, was Kristiane zu Gewissenskonflikten führt. Weiterhin bereiten ihr ihre beiden Kinder Probleme. Ihr Sohn möchte nicht Lotse werden, sondern seiner Leidenschaft, der Musik nachgehen. Sorgen muss sich Kristiane auch um ihre Schwester machen.

Der Roman um Kristiane und ihre Familie ist spannend und sehr atmosphärisch geschrieben. Wir Leser sind von Anfang an Mitten im Geschehen und rätseln mit, was es mit dem toten Baby auf sich hat.

Gut beschrieben sind auch die Veränderungen, die in der Fischerei stattfinden, so dass Kristiane gezwungen ist, auf diese Veränderungen einzugehen. Ein weiteres Thema ist sind die Probleme von unverheirateten Frauen, die ungewollt schwanger wurden.

Ein gelungener historischer Roman, der uns Einblicke in das rauhe Leben der Fischer und Lotsen in Norwegen gibt.