Keine klassische RomCom
Hollywood, Ending“ von John Green hat mich echt überrascht. Wer hier eine klassische Rom-Com erwartet, liegt falsch – es ist Greens erster Roman für Erwachsene und fühlt sich auch genauso an: reifer, ein bisschen düsterer und verdammt ehrlich. Die Story um Kai und Juniper, die durch einen Indie-Film plötzlich im Rampenlicht stehen, zeigt extrem präzise die Schattenseiten unseres Social-Media-Wahnsinns. Es geht um den krassen Verlust von Privatsphäre und die Frage, wie man sich selbst treu bleibt, wenn einen die ganze Welt beobachtet. Die Chemie zwischen den beiden (erzählt aus beiden Perspektiven) zieht einen sofort rein. Auch das Cover passt überraschend gut zum Inhalt: modernen, mit fast schon poppigen Elementen fängt es genau diesen künstlichen Vibe der Pop-Art- und Warhol-Szene ein.