Klug und selbstironisch
Diese Leseprobe hat mich mit ihrem klugen, selbstironischen Blick auf Hollywood und Ruhm überzeugt. Junipers Erzählstimme, abgeklärt, beobachtend, mit diesem trockenen "So what" als wiederkehrendem Refrain, der direkt aus Warhols Philosophie entlehnt ist, trägt den Text mit bemerkenswerter Konsequenz. Green gelingt es, die Künstlichkeit der Filmwelt schonungslos zu zeigen, die kuratierten Instagram-Posts, die strategischen Agentengespräche, ohne dass Juniper dabei zynisch oder unsympathisch wirkt.
Besonders die Beziehung zu Kai hat mich sofort für sich eingenommen, sein spontanes "Ich liebe dich" nach dem ersten gemeinsamen Abend, unbeholfen und gleichzeitig entwaffnend ehrlich, bildet einen schönen Kontrast zu Junipers kontrollierter, fast professioneller Art, Nähe zuzulassen. Die Parallele zwischen ihrer beider Schauspielmethoden, Kai, der sich in den "harten Vibe" hineinsteigern muss, Juniper mit ihren endlosen Textproben, sagt viel über ihre unterschiedlichen Wege aus, sich selbst und anderen begegnen zu wollen.
Die Verwebung mit Warhols eigenem Leben und Werk, besonders die Screen Tests und sein einsamer Tod nach der Gallenblasenoperation, gibt dem Roman eine zusätzliche, melancholische Tiefe. Wie die Autorin die Fragen nach Ruhm, Einsamkeit und der "kontinuierlichen Konstruktion des Ich" durch Matthews Warhol-Monologe stellt, funktioniert als thematischer Resonanzraum für Juniper und Kai sehr überzeugend, ohne zu plakativ zu wirken.
Ich bin gespannt, wie sich diese zarte Verbindung zwischen den beiden vor der Kulisse des Medienrummels entwickeln wird und was mit Junipers eigener, bislang nur angedeuteter Familiengeschichte noch ans Licht kommt.
Besonders die Beziehung zu Kai hat mich sofort für sich eingenommen, sein spontanes "Ich liebe dich" nach dem ersten gemeinsamen Abend, unbeholfen und gleichzeitig entwaffnend ehrlich, bildet einen schönen Kontrast zu Junipers kontrollierter, fast professioneller Art, Nähe zuzulassen. Die Parallele zwischen ihrer beider Schauspielmethoden, Kai, der sich in den "harten Vibe" hineinsteigern muss, Juniper mit ihren endlosen Textproben, sagt viel über ihre unterschiedlichen Wege aus, sich selbst und anderen begegnen zu wollen.
Die Verwebung mit Warhols eigenem Leben und Werk, besonders die Screen Tests und sein einsamer Tod nach der Gallenblasenoperation, gibt dem Roman eine zusätzliche, melancholische Tiefe. Wie die Autorin die Fragen nach Ruhm, Einsamkeit und der "kontinuierlichen Konstruktion des Ich" durch Matthews Warhol-Monologe stellt, funktioniert als thematischer Resonanzraum für Juniper und Kai sehr überzeugend, ohne zu plakativ zu wirken.
Ich bin gespannt, wie sich diese zarte Verbindung zwischen den beiden vor der Kulisse des Medienrummels entwickeln wird und was mit Junipers eigener, bislang nur angedeuteter Familiengeschichte noch ans Licht kommt.