Zuviel Verwirrung, zu wenig Sogwirkung

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chaosbaerchen Avatar

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Ich kenne und schätze John Green für seine emotionalen und tiefgründigen Romane (Das Schicksal ist ein mieser Verräter, Eine wie Alaska), weshalb ich sehr gespannt auf sein neues Werk war. Leider konnte mich diese Leseprobe überhaupt nicht packen.

Schon der Einstieg fiel mir durch ein unnötiges Namenschaos zwischen den echten Charakternamen und ihren Filmrollen (Juniper/Carly, Matthew, Kai/Jude) schwer.
Die Erzählweise wirkt auf mich streckenweise extrem wirr, überladen mit Reizen und voller Informationen, die bei mir keinen richtigen Lesefluss aufkommen ließen. Weder die Einblicke in die Hollywood-Filmlandschaft noch die Warhol-Analysen oder Begriffe aus der heutigen Medienwelt (wie Selftapes) konnten mich abholen – manches wirkte eher bemüht als authentisch.

Auch die Handlungen der Protagonistin Juniper – etwa das Kaufen von Schallplatten rein als Deko-Objekt – blieben für mich unzugänglich und schwer nachvollziehbar. Die Dynamik zwischen den Figuren wirkt sperrig, und der Funke wollte an keiner Stelle überspringen.

John Green greift mit Ruhm, Social Media und Identitätssuche sicher gewohnt zeitgemäße Themen auf, aber die Umsetzung in den ersten Kapiteln ist mir persönlich zu distanziert und zu anstrengend zu lesen.

Schade eigentlich!