Ein Buch über die Schattenseiten des Berühmtseins
Als Jugendliche hab ich "Das Schicksal ist ein mieser Verräter", "Eine wie Alaska" und "Margos Spuren" von John Green gern gelesen und war deshalb auch sehr gespannt auf seinen ersten Roman für ein erwachsenes Publikum. Die ersten paar Seiten fand ich die Protagonistin Juniper sympathisch und lustig und auch die Infos zu Andy Warhol waren interessant, einfach weil man merkt, dass der Autor ihn spannend findet und man sich davon (zumindest kurzzeitig) mitreißen lassen kann. Der Schreibstil verfügt über den Humor, den Leser:innen bereits aus John Greens Jugendbüchern kennen.
Leider wurde mir nach etwa fünfzig Seiten ziemlich langweilig und ich hatte kaum Lust, das Buch in die Hand zu nehmen. Immer wieder werden traumatische Erfahrungen der Figuren erwähnt, aber so richtig emotional erreicht hat es mich nie und of wirkte es in den Situationen eher deplatziert. Ich mochte Juniper, fand ihre Perspektive deutlich interessanter, als die von Kai. Kai erinnert an andere John Green Protagonisten: durchschnittlicher, weißer, eher unsicherer Junge mit Trauma verliebt sich in cooles, eigenwilliges, zeitweise unerreichbar wirkendes Mädchen mit Trauma. Die Liebesgeschichte kam aber meiner Meinung nach aus dem Nichts und es fühlte sich für mich eher an, als hätten die Figuren Freundschaft / platonische Liebe mit romantischer Liebe verwechselt.
John Green spricht im Buch wichtige Themen an. Das Buch regt an vielen Stellen zum Nachdenken über Berühmtheit und vor allem Leben in der Öffentlichkeit und damit einhergehender Belastung und Verantwortung an, aber leider blieb es dann doch zu sachlich und ein wenig zu oberflächlich, sodass es nicht ausreichte, um mein Interesse insgesamt aufrecht zu erhalten.
Leider werden Junipers Charaktereigenschaften ständig wiederholt, was irgendwann nervig wird. Insgesamt erzählen Figuren sehr viel, anstatt dass Leser:innen sich die Persönlichkeit aus den Handlungen erschließen muss. An manchen Stellen hätte ich mir dann eher Rückblenden gewünscht. So blieben die Figuren eher blasse Ideen, als lebendig wirkende Personen. Es gab nie Konflikte zwischen den Figuren, die nicht direkt wieder gelöst wurden und außerdem macht keiner der beiden Protagonist:innen irgendeine Entwicklung im gesamten Buch, was ich sehr schade fand.
Der Schreibstil ist insgesamt recht simpel und leicht zugänglich. Die Vergleiche, die von Figuren angebracht werden, fand ich aber oft eher unpassend und etwas merkwürdig. Das Setting war ausreichend detailliert beschrieben, sodass ich mir die Szenen gut bildlich vorstellen konnte. Auch wenn es kein Geheimnis ist, dass Berühmtheit und öffentliches Leben viele Schattenseiten hat, war der Blick hinter die Kulissen Hollywoods interessant, vermutlich realistisch und hat mich durchaus bewegt.
Insgesamt hat mich das Buch persönlich aber einfach nicht abgeholt. Ich würde das Buch Menschen empfehlen, die gern über Hollywood / die Filmindustrie und Schauspieler:innen lesen und eine ruhigere, simple Storyline und einen einfach Schreibstil bevorzugen.
Vielen Dank an das Team von Vorablesen und den Hanser Verlag für das Leseexemplar!
Leider wurde mir nach etwa fünfzig Seiten ziemlich langweilig und ich hatte kaum Lust, das Buch in die Hand zu nehmen. Immer wieder werden traumatische Erfahrungen der Figuren erwähnt, aber so richtig emotional erreicht hat es mich nie und of wirkte es in den Situationen eher deplatziert. Ich mochte Juniper, fand ihre Perspektive deutlich interessanter, als die von Kai. Kai erinnert an andere John Green Protagonisten: durchschnittlicher, weißer, eher unsicherer Junge mit Trauma verliebt sich in cooles, eigenwilliges, zeitweise unerreichbar wirkendes Mädchen mit Trauma. Die Liebesgeschichte kam aber meiner Meinung nach aus dem Nichts und es fühlte sich für mich eher an, als hätten die Figuren Freundschaft / platonische Liebe mit romantischer Liebe verwechselt.
John Green spricht im Buch wichtige Themen an. Das Buch regt an vielen Stellen zum Nachdenken über Berühmtheit und vor allem Leben in der Öffentlichkeit und damit einhergehender Belastung und Verantwortung an, aber leider blieb es dann doch zu sachlich und ein wenig zu oberflächlich, sodass es nicht ausreichte, um mein Interesse insgesamt aufrecht zu erhalten.
Leider werden Junipers Charaktereigenschaften ständig wiederholt, was irgendwann nervig wird. Insgesamt erzählen Figuren sehr viel, anstatt dass Leser:innen sich die Persönlichkeit aus den Handlungen erschließen muss. An manchen Stellen hätte ich mir dann eher Rückblenden gewünscht. So blieben die Figuren eher blasse Ideen, als lebendig wirkende Personen. Es gab nie Konflikte zwischen den Figuren, die nicht direkt wieder gelöst wurden und außerdem macht keiner der beiden Protagonist:innen irgendeine Entwicklung im gesamten Buch, was ich sehr schade fand.
Der Schreibstil ist insgesamt recht simpel und leicht zugänglich. Die Vergleiche, die von Figuren angebracht werden, fand ich aber oft eher unpassend und etwas merkwürdig. Das Setting war ausreichend detailliert beschrieben, sodass ich mir die Szenen gut bildlich vorstellen konnte. Auch wenn es kein Geheimnis ist, dass Berühmtheit und öffentliches Leben viele Schattenseiten hat, war der Blick hinter die Kulissen Hollywoods interessant, vermutlich realistisch und hat mich durchaus bewegt.
Insgesamt hat mich das Buch persönlich aber einfach nicht abgeholt. Ich würde das Buch Menschen empfehlen, die gern über Hollywood / die Filmindustrie und Schauspieler:innen lesen und eine ruhigere, simple Storyline und einen einfach Schreibstil bevorzugen.
Vielen Dank an das Team von Vorablesen und den Hanser Verlag für das Leseexemplar!