Gute Idee, aber blasse Figuren
Ein neues Buch von John Green ist für mich immer einen Blick wert. Ich mag seinen unverwechselbaren Stil und die Art, wie er ernste Themen mit philosophischen Gedanken und einer gewissen Leichtigkeit verbindet. Entsprechend neugierig war ich auf „Hollywood, Ending“. Bekommen habe ich eine Geschichte, die mich vor allem mit ihren Hintergründen überraschen konnte, mich emotional aber leider nicht ganz so abgeholt hat, wie ich es mir erhofft hatte.
Gerade die erste Hälfte hat sich für mich etwas gezogen. Die Handlung brauchte eine Weile, bis sie wirklich Fahrt aufgenommen hat, und auch die Liebesgeschichte war für mich zunächst kaum greifbar. Es fiel mir schwer, zu erkennen, worauf die Beziehung eigentlich hinauslaufen sollte und was die Figuren miteinander verbindet. Erst im weiteren Verlauf wurde die Geschichte deutlich spannender. Besonders die Hintergründe zur Arbeit in Hollywood, die nach und nach ans Licht kommen, fand ich überraschend detailliert und teilweise erschreckend. Hier zeigt sich, dass hinter der Geschichte mehr steckt, als man zunächst vermuten würde. Das Ende hat mir wiederum gut gefallen und konnte für mich einiges von dem auffangen, was mich vorher nicht ganz überzeugt hatte.
John Greens Schreibstil wirkt hier erwachsener, ohne dass seine typische Handschrift verloren geht. Die philosophischen Gedanken und die Art, wie er größere Zusammenhänge in eine persönliche Geschichte einbettet, waren für mich durchaus wiederzuerkennen. Allerdings gab es einige Wiederholungen von Tätigkeiten und Handlungen, die sich mit der Zeit etwas abgenutzt haben. Was anfangs vielleicht noch zur Alltäglichkeit der Figuren beiträgt, wurde für mich irgendwann eher monoton. Dadurch hat sich gerade der erste Teil des Buches stellenweise unnötig in die Länge gezogen.
Am meisten enttäuscht haben mich allerdings die Figuren. Von John Green bin ich es gewohnt, dass seine Protagonisten auf irgendeine Weise besonders sind und man nach und nach immer mehr Facetten an ihnen entdeckt. Hier blieben die Hauptfiguren für mich überraschend blass. Gefühlt bestehen ihre Hintergrundgeschichten jeweils aus einem zentralen Erlebnis aus der Vergangenheit und ihrem aktuellen Beruf. Darüber hinaus hätte ich gerne viel mehr über sie erfahren, um ihre Persönlichkeiten besser zu verstehen und eine stärkere Verbindung zu ihnen aufzubauen. Auch die Nebenfiguren konnten das leider nicht ausgleichen. Einige waren schwer voneinander zu unterscheiden und blieben insgesamt recht oberflächlich.
Alles in allem ist „Hollywood, Ending“ für mich ein Buch mit einer interessanten und stellenweise erschreckenden Geschichte, das sein Potenzial aber nicht vollständig ausschöpft. Die zweite Hälfte hat mich deutlich mehr gepackt als die erste, und das Ende war ein schöner Abschluss. Trotzdem haben mir vor allem die charakterliche Tiefe und eine von Anfang an greifbare emotionale Verbindung gefehlt. Wer John Green bereits mag, wird seinen typischen Stil vermutlich auch hier wiederfinden. Für mich reicht es diesmal allerdings nur für 3 von 5 Sternen.
Gerade die erste Hälfte hat sich für mich etwas gezogen. Die Handlung brauchte eine Weile, bis sie wirklich Fahrt aufgenommen hat, und auch die Liebesgeschichte war für mich zunächst kaum greifbar. Es fiel mir schwer, zu erkennen, worauf die Beziehung eigentlich hinauslaufen sollte und was die Figuren miteinander verbindet. Erst im weiteren Verlauf wurde die Geschichte deutlich spannender. Besonders die Hintergründe zur Arbeit in Hollywood, die nach und nach ans Licht kommen, fand ich überraschend detailliert und teilweise erschreckend. Hier zeigt sich, dass hinter der Geschichte mehr steckt, als man zunächst vermuten würde. Das Ende hat mir wiederum gut gefallen und konnte für mich einiges von dem auffangen, was mich vorher nicht ganz überzeugt hatte.
John Greens Schreibstil wirkt hier erwachsener, ohne dass seine typische Handschrift verloren geht. Die philosophischen Gedanken und die Art, wie er größere Zusammenhänge in eine persönliche Geschichte einbettet, waren für mich durchaus wiederzuerkennen. Allerdings gab es einige Wiederholungen von Tätigkeiten und Handlungen, die sich mit der Zeit etwas abgenutzt haben. Was anfangs vielleicht noch zur Alltäglichkeit der Figuren beiträgt, wurde für mich irgendwann eher monoton. Dadurch hat sich gerade der erste Teil des Buches stellenweise unnötig in die Länge gezogen.
Am meisten enttäuscht haben mich allerdings die Figuren. Von John Green bin ich es gewohnt, dass seine Protagonisten auf irgendeine Weise besonders sind und man nach und nach immer mehr Facetten an ihnen entdeckt. Hier blieben die Hauptfiguren für mich überraschend blass. Gefühlt bestehen ihre Hintergrundgeschichten jeweils aus einem zentralen Erlebnis aus der Vergangenheit und ihrem aktuellen Beruf. Darüber hinaus hätte ich gerne viel mehr über sie erfahren, um ihre Persönlichkeiten besser zu verstehen und eine stärkere Verbindung zu ihnen aufzubauen. Auch die Nebenfiguren konnten das leider nicht ausgleichen. Einige waren schwer voneinander zu unterscheiden und blieben insgesamt recht oberflächlich.
Alles in allem ist „Hollywood, Ending“ für mich ein Buch mit einer interessanten und stellenweise erschreckenden Geschichte, das sein Potenzial aber nicht vollständig ausschöpft. Die zweite Hälfte hat mich deutlich mehr gepackt als die erste, und das Ende war ein schöner Abschluss. Trotzdem haben mir vor allem die charakterliche Tiefe und eine von Anfang an greifbare emotionale Verbindung gefehlt. Wer John Green bereits mag, wird seinen typischen Stil vermutlich auch hier wiederfinden. Für mich reicht es diesmal allerdings nur für 3 von 5 Sternen.