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malü090502 Avatar

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Als großer Fan von John Greens Werken wie „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ war ich extrem gespannt auf seinen neuen Roman „Hollywood, Ending“ und ich wurde nicht enttäuscht! Das Buch hat mich von der ersten Seite an so sehr in seinen Bann gezogen, dass ich es kaum aus der Hand legen konnte. 
John Green gewährt uns nicht nur einen schonungslosen Blick auf das skrupellose Filmgeschäft in Hollywood, sondern lässt uns vor allem tief an den Gedanken und Gefühlen zweier Jungdarsteller teilhaben. Juniper, die schon seit ihrer Kindheit vor der Kamera steht, und Kai, der in seiner ersten Kinofilmrolle mit seiner unverbrauchten Art begeistert, wirken trotz ihrer Prominenz unglaublich nahbar und greifbar. Obwohl beide Anfang zwanzig sind, tragen sie bereits schwere, persönliche Traumata mit sich herum, die eigentlich nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind. Doch die gnadenlose Medien- und Katschwelt nutzt jede Gelegenheit für Aufmerksamkeit. 
Besonders beeindruckt hat mich Greens Schreibstil. Er erzählt die Geschichte in einem leisen, unaufgeregten und ungemein empathischen Ton. Vieles bleibt bewusst zwischen den Zeilen, wodurch eine enorm emotionale Tiefe entsteht. Ich bin beim Lesen immer wieder über Sätze gestolpert, die auf den ersten Blick unscheinbar wirken, aber beim zweiten Lesen lange nachhallen und zum Nachdenken anregen. 
Dem Autor ist hier ein echtes Meisterwerk gelungen. Er greift moderne Themen wie soziale Medien, Selbstdarstellung und den Druck in der Glitzerwelt auf und zeigt eindrucksvoll, wie viel Kraft es kostet, sich selbst treu zu bleiben, Verrat zu überwinden und für ehrliche Liebe zu kämpfen. Ein absolut berührendes Buch, das ich jedem ans Herz legen kann!