Hinter der Fassade

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bookworld91 Avatar

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Zwei recht unbekannte Schauspieler. Ein Film, der ein Riesen Erfolg wird. Und nichts ist mehr, wie es war in „Hollywood, Ending“.

Juniper und Kay hatten bisher mäßigen Erfolg als Schauspieler. Als Regisseur Andy Warhole ihnen Hauptrollen in seinem neusten Film anbietet, werden sie zu Stars. Doch was heißt es, wen das Privatleben über Nacht öffentlich wird? Bleiben die beiden sich im Trubel Hollywoods selber treu?

Im heutigen Zeitalter mit sozialen Medien ist Selbstpräsentation im Internet ein wichtiges Thema. PR Teams, Anwälte und Medienvertreter sind ständig damit beschäftigt, gegen Gerüchte zu kämpfen und ihre Klienten vorteilhaft darzustellen. Dies ist auch bei Juniper und Kay der Fall, was den Roman für mich interessant macht.

Ich begleite die beiden zwischen Privatleben, Drehterminen und Pressekampagnen. Durch Greens spitzen, humorvollen Ton mit Hang zu Übertreibungen, vor allem im Bezug auf die sozialen Plattformen, macht es mir leicht, das Geschehene zu verfolgen. So wird mein Interesse zusätzlich gesteigert.

Schade finde ich, dass die Geschichte oberflächlich bleibt. Sicher, es verkörpert die gespielte Rolle, die auch nur oberflächlich erkennbar ist, aber im Bezug auf die Protagonisten und ihre Gefühle (Verzweiflung, Sorge, aber auch Zuneigung) bleiben ein Schatten ihrer Selbst, wie bei wirklichen Internet- und Hollywoodstars.

Wenn hier ein Blick hinter die Fassade, zum Beispiel als Zwischenkapitel oder Rückblicke, eingestreut werden würde, wäre es perfekt. Ich gebe vier Sterne und empfehle den Roman jeden, der Hollywood und seine Stars kritisch hinterfragt.