"So what."

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John Green kann auch Erwachsenenroman, das hat er hier sehr schön bewiesen. Vor allem die erste Hälfte des Buches hat mich sehr bewegt. Eindringliche Beobachtungen über die Maschine Hollywood und das Produkt, das sie aus den Menschen macht. Es geht um Kunst und Kommerz und den Unterschied zwischen beiden, um das Internet und um die Liebe.

Was ich allerdings anmerken möchte, ist, dass mir die Perspektive Junipers teilweise deutlich zu kurz kam. Während ich Kai durchwegs gut verstehen und seine Entscheidungen nachvollziehen konnte, wurden Junipers Entscheidungen für mich oft weniger greifbar. Statt wirklich in ihre Gedanken- und Gefühlswelt einzutauchen, wurde eher zweckmäßig auf ihre alkoholkranke, inzwischen verstorbene Mutter verwiesen. Natürlich liegt darin der Ursprung vieler ihrer mentalen Probleme, etwa ihres Perfektionismus oder ihrer Bindungsängste. Trotzdem hätte ich mir etwas mehr Tiefgang gewünscht, um besser zu verstehen, was Juniper in den verschiedenen Situationen konkret antreibt und warum sie sich so entscheidet, wie sie es tut.

Dennoch fand ich das Buch in vielen Aspekten total interessant und rührend. Über den Ruhm zum Beispiel schreibt John Green ziemlich zum Anfang des Buches: "Ruhm ist eine Art Rüstung, die du brauchst um den Ruhm zu überleben." Diese These verifiziert die Geschichte im Laufe der Kapitel immer eindringlicher und demonstriert die schmerzhafte Erfahrung menschlich sein zu wollen, wenn dein Leben Gefühlslosigkeit erfordert.