vielleicht hatte ich einfach zu hohe Erwartungen
Wenn John Green einen neuen Roman veröffentlicht, sind meine Erwartungen automatisch ziemlich hoch. Schließlich gehört "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" zu meinen absoluten Lieblingsbüchern. Dass "Hollywood, Ending" für mich kein zweites Hazel-und-Augustus-Erlebnis werden würde, war deshalb vielleicht schon vorprogrammiert. Trotzdem hat mich sein erster Erwachsenenroman neugierig gemacht – und auch wenn ich am Ende nicht ganz so begeistert bin, hat mir das Buch gut gefallen.
Im Mittelpunkt stehen Kai und Juniper, die Anfang zwanzig sind und plötzlich die Chance bekommen, in einem großen Hollywood-Film über Andy Warhol mitzuspielen. Am Set kommen sie sich näher, und als der Film schließlich zum riesigen Erfolg wird, verändert sich ihr Leben schlagartig. Plötzlich interessieren sich nicht nur Fans für sie, sondern auch die sozialen Medien machen ihr Privatleben zu einer öffentlichen Angelegenheit. Green beschäftigt sich dabei mit Ruhm, digitaler Selbstdarstellung und der Frage, wie viel von uns selbst übrig bleibt, wenn jeder Moment zum Inhalt für andere werden kann.
Gerade diese Themen fand ich eigentlich spannend. Auch die Dynamik zwischen Kai und Juniper hatte durchaus etwas für sich. Trotzdem konnte mich das gesamte Hollywood-Thema nicht so richtig packen, wie ich es mir erhofft hatte. Ich habe mich dabei ertappt, dass ich gedanklich manchmal etwas abgeschweift bin. John Green scheint intensiv zu Andy Warhol und seinem Einfluss auf unsere Vorstellung von Berühmtheit recherchiert zu haben. Das merkt man durchaus – allerdings leider nicht immer im positiven Sinne. Stellenweise liest sich der Roman für mich beinahe wie ein Sachbuch, wodurch die Handlung an manchen Stellen an Schwung verliert. Ich hätte mir gewünscht, dass die Informationen organischer in die Geschichte eingebunden wären und die Figuren stärker im Mittelpunkt gestanden hätten.
Dabei möchte ich gar nicht behaupten, dass Green hier schlechte Arbeit geleistet hat. Im Gegenteil: Seine Gedanken über öffentliche Aufmerksamkeit, Identität und die Grenzen zwischen dem Privaten und dem Inszenierten sind interessant und regen zum Nachdenken an. Auch sein Humor und die feinfühlige Art, mit der er zwischenmenschliche Beziehungen beschreibt, sind wiederzuerkennen. Nur hat mich die Geschichte emotional nicht ganz so erreicht, wie ich es von ihm gewohnt bin.
Fazit: "Hollywood, Ending" ist ein kluger, thematisch interessanter Roman, der viel über unsere heutige Gesellschaft zu sagen hat. Für mich persönlich hätte es allerdings etwas weniger Andy Warhol und etwas mehr emotionale Tiefe und Figurenentwicklung sein dürfen. Vielleicht waren meine Erwartungen nach Das Schicksal ist ein mieser Verräter einfach zu hoch – denn auch wenn mich dieser Roman nicht restlos überzeugen konnte, bereue ich die Lektüre keineswegs. Vier Sterne für John Greens gewohnt kluge Gedanken, seinen Humor und eine Geschichte, die mich zumindest zum Nachdenken gebracht hat.
Im Mittelpunkt stehen Kai und Juniper, die Anfang zwanzig sind und plötzlich die Chance bekommen, in einem großen Hollywood-Film über Andy Warhol mitzuspielen. Am Set kommen sie sich näher, und als der Film schließlich zum riesigen Erfolg wird, verändert sich ihr Leben schlagartig. Plötzlich interessieren sich nicht nur Fans für sie, sondern auch die sozialen Medien machen ihr Privatleben zu einer öffentlichen Angelegenheit. Green beschäftigt sich dabei mit Ruhm, digitaler Selbstdarstellung und der Frage, wie viel von uns selbst übrig bleibt, wenn jeder Moment zum Inhalt für andere werden kann.
Gerade diese Themen fand ich eigentlich spannend. Auch die Dynamik zwischen Kai und Juniper hatte durchaus etwas für sich. Trotzdem konnte mich das gesamte Hollywood-Thema nicht so richtig packen, wie ich es mir erhofft hatte. Ich habe mich dabei ertappt, dass ich gedanklich manchmal etwas abgeschweift bin. John Green scheint intensiv zu Andy Warhol und seinem Einfluss auf unsere Vorstellung von Berühmtheit recherchiert zu haben. Das merkt man durchaus – allerdings leider nicht immer im positiven Sinne. Stellenweise liest sich der Roman für mich beinahe wie ein Sachbuch, wodurch die Handlung an manchen Stellen an Schwung verliert. Ich hätte mir gewünscht, dass die Informationen organischer in die Geschichte eingebunden wären und die Figuren stärker im Mittelpunkt gestanden hätten.
Dabei möchte ich gar nicht behaupten, dass Green hier schlechte Arbeit geleistet hat. Im Gegenteil: Seine Gedanken über öffentliche Aufmerksamkeit, Identität und die Grenzen zwischen dem Privaten und dem Inszenierten sind interessant und regen zum Nachdenken an. Auch sein Humor und die feinfühlige Art, mit der er zwischenmenschliche Beziehungen beschreibt, sind wiederzuerkennen. Nur hat mich die Geschichte emotional nicht ganz so erreicht, wie ich es von ihm gewohnt bin.
Fazit: "Hollywood, Ending" ist ein kluger, thematisch interessanter Roman, der viel über unsere heutige Gesellschaft zu sagen hat. Für mich persönlich hätte es allerdings etwas weniger Andy Warhol und etwas mehr emotionale Tiefe und Figurenentwicklung sein dürfen. Vielleicht waren meine Erwartungen nach Das Schicksal ist ein mieser Verräter einfach zu hoch – denn auch wenn mich dieser Roman nicht restlos überzeugen konnte, bereue ich die Lektüre keineswegs. Vier Sterne für John Greens gewohnt kluge Gedanken, seinen Humor und eine Geschichte, die mich zumindest zum Nachdenken gebracht hat.