Vor und abseits der Kameras

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Nicht immer ist es optimal im Leben für sie gelaufen. Aber nun haben Kai Laramie und Juniper Castello, beide Anfang 20, Glück. Mit einem großen Hollywood-Film stehen sie kurz vor dem erträumten Durchbruch. Kai und Juniper sind ganz unterschiedliche Charaktere. Am Set wachsen die jungen Filmstars dennoch allmählich zusammen. Doch der Ruhm hat seine Kehrseiten…

„Hollywood, Ending“ ist ein Roman von John Green.

Erzählt wird im ersten Teil in der Ich-Perspektive aus der Sicht von Juniper, im zweiten und dritten Teil in der Ich-Perspektive aus der Sicht von Kai, um im vierten Teil erneut zu Juniper zu wechseln. Kurze Kapitel geben dem Text Struktur. Die Geschichte endet mit einem Prolog.

Es geht um die trügerische Scheinwelt, die sich nicht nur in Hollywood, sondern auch in den Selbstinszenierungen in den sozialen Medien findet. Die Geschichte ist einerseits als eine Kritik an der Filmindustrie und der Medienwelt zu lesen. Andererseits behandelt sie die Frage, welcher Preis für den Ruhm zu zahlen ist. Dabei entlarvt das Buch die negativen Seiten des Personenkults und veranschaulicht, wie schnell die Privatsphäre in Gefahr ist.

Auf etwas mehr als 360 Seiten ist der Roman immer wieder berührend, was nicht nur an der sich anbahnenden Lovestory liegt. Auch traumatische Erfahrungen sind Teil der Geschichte, was der Handlung weitere Tiefe verleiht.

Die limitierte deutsche Erstauflage mit Farbschnitt macht einen hochwertigen Eindruck. Das Covermotiv, das an Werke von Andy Warhol erinnern soll, erschließt sich nicht auf Anhieb und wirkt zunächst recht beliebig, ist jedoch ein Blickfang. Besonders gut durchdacht empfinde ich den Titel, der vom amerikanischen Original übernommen worden ist.

Mein Fazit:
Mit seinem neuen Roman dürfte John Green zwar nicht ganz an den Erfolg seiner früheren Bestseller heranreichen. Mit „Hollywood, Ending“ ist ihm allerdings eine sehr lesenswerte und unterhaltsame Geschichte gelungen. Ein Highlight im Leseherbst 2026!