Düster, undurchschaubar und spannend

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dana09 Avatar

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Dieser düstere, bedrückende Nordic Noir-Thriller hat meinen Geschmack getroffen.
Handlungsort ist eine isländische Kleinstadt im Jahr 1977. Marsi, die Hauptperson der Geschichte, kommt in ihren Heimatort zurück. Seit ihre Schwester Stina vor genau zehn Jahren hier verschwand, macht sie sich Vorwürfe an deren Verschwinden mitschuldig zu sein. Schließlich hatte sie sich damals ihrem geheimnisvollen Brieffreund gegenüber als ihre ältere Schwester ausgegeben. Der Kontakt zu ihm brach direkt nach dem Vorfall ab.
Auf der Suche nach der Wahrheit kommen alte, sorgsam gehütete Familiengeheimnisse, Lügen und lange verschwiegene Schuld ans Tageslicht. Bis es soweit ist, bekommt der Leser eine tiefgründige und spannende Story voller unerwarteter Wendungen. Irgendwann verwischen sich auch die Grenzen zwischen Wahrnehmung und Wirklichkeit.
Die Handlung spielt in drei verschiedenen Zeiträumen: 1943, 1967 sowie in der Gegenwart 1977 und wird aus mehreren Perspektiven erzählt. Am Ende fügen sich die Erzählstränge zu einem unerwarteten Finale zusammen.
Die Autorin hat mit „Home before Dark“ einen spannenden und atmosphärisch dichten unblutigen Thriller geschrieben. Die verschiedenen Charaktere sind eindrucksvoll ausgearbeitet und durch einfühlsame Beschreibungen zum Leben erweckt. Das gilt besonders für die beiden Schwestern Marsi und Stina sowie die undurchsichtigen Bewohner der (so gar nicht beschaulichen) Kleinstadt. Auch die Schauplätze konnte ich mir durch die bildhaften Schilderungen gut vorstellen.
Dieses Buch schenkte mir aufregende Lesestunden voller Nervenkitzel. Die beklemmende, düstere Stimmung hat mir sehr gut gefallen, beim Lesen konnte ich tief in die Geschichte eintauchen.
Deshalb für mich eine eindeutige Leseempfehlung.