Düstere Familiengeheimnisse

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jacky1304 Avatar

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Ein Spannungsroman mit zwei Zeitebenen und vielen düsteren Familiengeheimnissen. Leider konnte mich das Buch nicht vollends überzeugen.

Marsí kommt zum 10. Todestag ihrer Schwester Stina zurück in ihr Heimatdorf und verbringt einige Zeit bei ihren Eltern. Nach und nach merkt sie, dass sie den Tod ihrer Schwester und vor allem die Unklarheit, was damals passiert ist, nie wirklich verwunden hat. Sie beginnt Nachforschungen anzustellen, trifft auf Freunde von Stina und kommt einer unbequemen Wahrheit auf die Spur.

Die Geschichte wird abwechselnd von Stina (im Jahr 1966/1967) und von Marsí (im Jahr 1977) erzählt. Anfangs war ich skeptisch, weil die Handlung so „weit“ in der Vergangenheit spielt, aber eigentlich hat das richtig gut zum Buch gepasst. Die Spannung ist durch die zwei Zeitebenen fast durchgehend vorhanden.
Die Atmosphäre im Buch ist eher düster und angespannt. Das hat nicht nur mit dem kalten Island zu tun oder der Tatsache, dass es um einen ungeklärten Mord an einer Teenagerin geht, sondern vielmehr weil die Familie so viel zu verbergen hat. Da kommt nach und nach einiges ans Licht.
Die Autorin schafft es gekonnt, immer wieder einen Twist in die Geschichte einzubauen. Besonders die Auflösung am Ende habe ich so nicht kommen sehen.

Warum dann aber nur 3 Sterne? Das ist eine gute Frage. Irgendwie wurde ich mit Marsí nicht richtig warm. Als Protogonistin fand ich sie oft anstrengend. Ebenso die Eltern.
Es gab einige Passagen, die auf der Hühnerfarm der Familie spielen, die ich richtig ekelig fand. Das hätte es für mich nicht gebraucht.
Und die Spannung war zwar irgendwie durchgehend vorhanden, aber nicht so, dass ich von der Story wirklich geflasht war.

Mit einigen Kritikpunkten für mich ein durchschnittliches Buch, das ich nicht herausragend, aber auch nicht schlecht fand.