Düsteres Island
An einem Abend vor 10 Jahren ist Marsibils Schwester Stina auf dem Heimweg spurlos verschwunden. Nur ihre blutige Jacke wurde gefunden. Marsibil lebt mittlerweile in Reykjavik, doch für dieses grauenhafte Jubiläum kehrt sie zurück in ihr Heimatdorf ins Haus ihrer Eltern. Dort geschehen seltsame Dinge und erschreckende Albträume und Erinnerungen suchen sie heim. Und ihr geheimer Brieffreund meldet sich plötzlich wieder bei ihr. Der mit dem sie sich in jener schicksalshaften Nacht treffen wollte und von dem sie seit 10 Jahren nichts mehr gehört hat. Die Geschichte wirkt von Anfang an sehr düster und atmosphärisch. Man spürt, dass doch jeder der Protagonisten sein eigens Geheimnis hat. Ich fand die Geschichte sehr temporeich und spannend. Irgendwann in der Mitte waren es mir dann doch ein paar zu viel ungelöste Rätsel und die Protagonisten zu sehr verwoben miteinander. Wenn man da nicht zackig weiterliest, kann man schnell den Überblick verlieren. Am Ende war ich mir sicher die Lösung zu kennen und wurde dann doch kalt erwischt. Mir hat das Buch gut gefallen. Ein solider, atmosphärischer Thriller zum wegsuchten.