Geheimnisse, die nicht ruhen
Hier geht es um die junge Marsi, die das Verschwinden ihrer Schwester Stina aufklären will. Alles beginnt mit einem folgenschweren Ereignis in den späten 1960er-Jahren: Marsi gibt sich gegenüber einem Brieffreund als ihre ältere Schwester aus. Als es schließlich zu einem Treffen kommen soll, taucht sie nicht auf, stattdessen verschwindet Stina spurlos, zurück bleibt nur ihre blutverschmierte Jacke. Jahre später ist der Fall noch immer ungeklärt. Von Schuldgefühlen geplagt beginnt Marsi, selbst nach Antworten zu suchen, doch je tiefer sie gräbt, desto unsicherer wird sie sich, über die Menschen um sie herum und über ihre eigenen Erinnerungen. Realität und Wahrnehmung beginnen zunehmend zu verschwimmen.
Das Hörbuch lebt vor allem von seiner ruhigen, aber stetig anziehenden Spannung. Die wechselnden Zeitebenen mit ihren Rückblicken sind gut eingebaut und sorgen dafür, dass sich die Geschichte nach und nach entfaltet, ohne zu viel vorwegzunehmen. Gerade diese Struktur hat mir gut gefallen, weil sie das Geschehen Stück für Stück dichter macht. Auch die Sprecherin überzeugt: angenehm, klar und sehr passend zur eher düsteren Grundstimmung. Sie schafft es, die innere Zerrissenheit der Hauptfigur gut zu transportieren und macht das Zuhören durchgehend angenehm. Besonders stark fand ich den Aspekt der verschleierten Wahrnehmung. Dieses Gefühl, sich selbst nicht mehr ganz trauen zu können, wird glaubwürdig dargestellt und zieht sich konstant durch die Handlung. Weniger überzeugend war für mich allerdings die zeitliche Einordnung. Obwohl Teile der Geschichte in den 60er- und 70er-Jahren spielen, habe ich davon kaum etwas gespürt. Die Atmosphäre dieser Zeit blieb für mich eher blass und hätte genauso gut in einer anderen Epoche angesiedelt sein können.
Insgesamt ein gut gesprochenes Hörbuch mit spannender Grundidee und gelungenen Rückblicken. Vor allem die psychologische Komponente bleibt im Kopf, auch wenn die zeittypische Atmosphäre für mich etwas zu kurz kam.
Das Hörbuch lebt vor allem von seiner ruhigen, aber stetig anziehenden Spannung. Die wechselnden Zeitebenen mit ihren Rückblicken sind gut eingebaut und sorgen dafür, dass sich die Geschichte nach und nach entfaltet, ohne zu viel vorwegzunehmen. Gerade diese Struktur hat mir gut gefallen, weil sie das Geschehen Stück für Stück dichter macht. Auch die Sprecherin überzeugt: angenehm, klar und sehr passend zur eher düsteren Grundstimmung. Sie schafft es, die innere Zerrissenheit der Hauptfigur gut zu transportieren und macht das Zuhören durchgehend angenehm. Besonders stark fand ich den Aspekt der verschleierten Wahrnehmung. Dieses Gefühl, sich selbst nicht mehr ganz trauen zu können, wird glaubwürdig dargestellt und zieht sich konstant durch die Handlung. Weniger überzeugend war für mich allerdings die zeitliche Einordnung. Obwohl Teile der Geschichte in den 60er- und 70er-Jahren spielen, habe ich davon kaum etwas gespürt. Die Atmosphäre dieser Zeit blieb für mich eher blass und hätte genauso gut in einer anderen Epoche angesiedelt sein können.
Insgesamt ein gut gesprochenes Hörbuch mit spannender Grundidee und gelungenen Rückblicken. Vor allem die psychologische Komponente bleibt im Kopf, auch wenn die zeittypische Atmosphäre für mich etwas zu kurz kam.