Gut

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern
gelincik Avatar

Von

Marsi lebt seit zehn Jahren mit einer Last, die sie fast erdrückt: Sie glaubt, dass ihre Schwester Stina nur deshalb verschwunden ist, weil sie selbst ein falsches Spiel mit einem Brieffreund getrieben hat. Als 1977 plötzlich ein neuer Brief auftaucht, bricht das mühsam errichtete Kartenhaus ihrer Verdrängung zusammen.
​Da Marsi selbst an ihren Erinnerungen zweifelt und die Grenzen zwischen Traum und Realität verschwimmen, zweifelt man als Leser automatisch mit.
Es ist eine Welt ohne Internet, in der Briefgeheimnisse heilig sind und das Schweigen in einer kleinen Gemeinschaft tödlich sein kann. Die Isolation der Landschaft spiegelt die Isolation von Marsis Seele wider.
Das Buch ist für meinen Geschmack etwas ruhig. Es gibt keine wilden Verfolgungsjagden. Die Spannung baut sich schleichend auf.
Von mir gibt es 4 von 5 Punkten.