Kommt nur langsam in Fahrt

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mimitatis_buecherkiste Avatar

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Vor zehn Jahren verschwand Kristin, die Schwester von Marsibil, spurlos. Ein Brief an sie wühlt die Vergangenheit wieder auf, Marsibil fährt in ihr Elternhaus und beginnt, Nachforschungen zu betreiben. Was sie dabei herausfindet, wird ihr Leben für immer verändern.

Der vorliegende Psychothriller lässt mich zwiegespalten zurück. Als riesiger Fan der großartigen Buchreihe »Mörderisches Island«, die mittlerweile fünf Bände enthält, fing ich das Buch voller Vorfreude zu lesen an, war allerdings nach wenigen Kapiteln wirklich enttäuscht. Wie bereits in der erwähnten Reihe, wurde auch hier auf zwei Zeitebenen erzählt, sodass sich erst allmählich ein klares Bild ergeben hat. Zwei Perspektiven gab es, die der verschwundenen Schwester allerdings war diejenige, die mich davon abhielt, das Buch abzubrechen, denn in der Gegenwart passierte nicht viel. Die Suche wurde in die Länge gezogen, die Spannung verlor sich deswegen und zurück blieb nicht einmal ein leichter Thrill. Erst im letzten Drittel nahm die Geschichte an Fahrt auf, ab da ging es Schlag auf Schlag, eine Wendung jagte die nächste, meine Vermutung bestätigte sich und war kurz darauf wieder hinfällig, dies war endlich ein Thriller, wie ich ihn am liebsten mag. Die Auflösung konnte mich verblüffen, und auch wenn das folgende Ende nicht ganz meinem Geschmack entsprach, so war es doch passend. Insgesamt reicht dies nicht für ein Highlight oder eine volle Punktzahl, aber die goldene Mitte zumindest ist so noch drin. Für Fans ruhiger und zurückhaltender Bücher sicherlich passend.