Leider kein Psychothriller

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Zehn Jahre ist es nun her, dass Marsibils Schwester Kristin spurlos verschwand. Auch nach all dieser Zeit hat Marsibil die Hoffnung, ihre Schwester wiederzufinden, nicht aufgegeben. Nicht zuletzt aus dem Grund, weil sie sich selbst die Schuld an dem Verschwinden gibt. Nachdem Marsi einen Brief bekommt, der ihre letzte Chance sein könnte, Kristin zu finden, macht sie sich auf die Suche. Dabei begibt sie sich selbst in die Fänge des Täters.
Die Geschichte spielt in den 1970er-Jahren, was zunächst eine interessante Ausgangslage schafft. Besonders spannend ist der Gedanke, dass moderne Technologien hier keine Rolle spielen und die Figuren ganz anders ermitteln müssen. Auch die Zeitsprünge zwischen dem damaligen Verschwinden sowie das Erzählen aus unterschiedlichen Perspektiven (Marsibil und Kristin) und der Gegenwart sorgen grundsätzlich für Abwechslung.
Leider konnte mich das Buch dennoch nicht wirklich überzeugen. Über weite Strecken empfand ich die Handlung als zäh und langatmig, wodurch die Spannung deutlich auf der Strecke blieb. Für einen Psychothriller fehlte mir schlicht die nötige Intensität und der Nervenkitzel sowie das Gefühl, das Buch nicht aus der Hand legen zu können. Auch zu den Protagonist*innen konnte ich keine wirkliche Verbindung aufbauen, da die Charaktere auf mich eher flach und wenig greifbar wirkten. Mir fehlte dort einfach die Dynamik.
Insgesamt ist die Idee der Geschichte durchaus interessant, die Umsetzung konnte mich jedoch nicht fesseln. Leider hat die Geschichte bei mir keinen bleibenden Eindruck hinterlassen.