Mitreißender Cold Case

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hornita Avatar

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Das Buch startet langsam, nimmt dann aber richtig Fahrt auf und ich empfand es als sehr spannend. Die Geschichte wird hauptsächlich aus der Perspektive der verschwundenen Kristin, genannt Stine, in den Jahren 1966 / 1967 und ihrer Schwester Marsi im Jahr 1977 erzählt. Die Story ist zeitlos und hat ihren Fokus auf psychologischen Details, weshalb das historische Setting gut zu lesen ist. Marsi versucht das Verschwinden ihrer Schwester aufzuklären und ich fand es sehr glaubhaft, wie sie in der ländlichen Umgebung nach und nach Details erfährt und mehr Informationen über Stine bekommt. Auch ist es sehr gut gemacht, wie sich das Bild ihrer Schwester verändert und sie von Marsi und vom Leser differenzierter wahrgenommen wird. Die Charaktere sind gut gezeichnet und das Ganze wird so spannend erzählt, dass ich das Buch in zwei Tagen gelesen habe. Die Auflösung fand ich glaubhaft und es werden alle losen Ende zusammengeführt. Es gibt einen überraschenden Twist, den ich nicht habe kommen sehen, der sich aber ganz unauffällig schon lange in der Handlung angedeutet hatte. Genau so soll ein Psychothriller sein. Ich fand ihn sehr gelungen und empfehle das Buch gerne weiter.