Nordic-Noir-Krimi mit Thrillerelementen
Nátthagi, Island 1967: Stína versprach ihren Eltern, bevor es dunkel wird, zu Hause zu sein. Doch sie kam nie an. Nur ihre Jacke wurde am Rand der Landstraße gefunden – blutverschmiert.
10 Jahre später sucht ihre Schwester Marsìbil immer noch nach Hinweisen, was in der Nacht passiert ist. Ihr damaliger Brieffreund meldet sich plötzlich wieder. Hat er etwas mit dem Verschwinden von Stína zu tun? Muss Marsìbil nun um ihr Leben fürchten?
Eva Björg Ægisdóttir ist erfolgreiche Krimi-Autorin, lebt in Reykjavík und schafft es, mit ihrem Schreibstil einen atmosphärischen Gruselfaktor in ihre Geschichte zu legen. Es wird aus zwei Perspektiven erzählt – 1966 aus Stínas Perspektive und 1977 aus Sicht von Marsìbil. Ich habe das als sehr stimmig und abwechslungsreich empfunden.
Was man dem Buch ankreiden kann, ist der getragene Spannungsaufbau. Die Autorin legt mehr Wert auf eine unheimliche, geheimnisvolle Gesamtstimmung als auf eine schnelle Aufklärung. Wer an einer schnellen Auflösung nach dem Mörder interessiert ist, sollte besser ein anderes Buch in die Hand nehmen. Ich empfand die aufgebaute Stimmungslage als spannend, doch in der Hälfte hätte es doch etwas mehr Tempo vertragen können. Es kommt eher als Krimi mit Thrillerelementen (paranoide Gedankenkonstellation bei einer unzuverlässigen Erzählerin) daher – mit dieser Erwartungshaltung sollte man daran gehen.
Die Auflösung ist sehr gut – sprich nicht so leicht vorhersehbar –konstruiert. Das hat mir sehr gefallen.
Fazit
Home before dark von Eva Björg Ægisdóttir ist ein Nordic-Noir-Stimmungskrimi mit mysteriösen, düsteren, geheimnisvollen, gruseligen Thrillerelementen. Die unzuverlässige Erzählerin sorgt mit paranoiden Gedankenkonstellationen für Spannung und Psychothrill. Eine solide Geschichte, die im zweiten Drittel an Tempo verliert, aber ein zufriedenstellendes Ende präsentiert.
Home bevor dark | Eva Björg Ægisdóttir | aus dem Isländischen von Freyja Melsted| Kiepenheuer & Witsch | 2026 | 407 Seiten | 18,00
10 Jahre später sucht ihre Schwester Marsìbil immer noch nach Hinweisen, was in der Nacht passiert ist. Ihr damaliger Brieffreund meldet sich plötzlich wieder. Hat er etwas mit dem Verschwinden von Stína zu tun? Muss Marsìbil nun um ihr Leben fürchten?
Eva Björg Ægisdóttir ist erfolgreiche Krimi-Autorin, lebt in Reykjavík und schafft es, mit ihrem Schreibstil einen atmosphärischen Gruselfaktor in ihre Geschichte zu legen. Es wird aus zwei Perspektiven erzählt – 1966 aus Stínas Perspektive und 1977 aus Sicht von Marsìbil. Ich habe das als sehr stimmig und abwechslungsreich empfunden.
Was man dem Buch ankreiden kann, ist der getragene Spannungsaufbau. Die Autorin legt mehr Wert auf eine unheimliche, geheimnisvolle Gesamtstimmung als auf eine schnelle Aufklärung. Wer an einer schnellen Auflösung nach dem Mörder interessiert ist, sollte besser ein anderes Buch in die Hand nehmen. Ich empfand die aufgebaute Stimmungslage als spannend, doch in der Hälfte hätte es doch etwas mehr Tempo vertragen können. Es kommt eher als Krimi mit Thrillerelementen (paranoide Gedankenkonstellation bei einer unzuverlässigen Erzählerin) daher – mit dieser Erwartungshaltung sollte man daran gehen.
Die Auflösung ist sehr gut – sprich nicht so leicht vorhersehbar –konstruiert. Das hat mir sehr gefallen.
Fazit
Home before dark von Eva Björg Ægisdóttir ist ein Nordic-Noir-Stimmungskrimi mit mysteriösen, düsteren, geheimnisvollen, gruseligen Thrillerelementen. Die unzuverlässige Erzählerin sorgt mit paranoiden Gedankenkonstellationen für Spannung und Psychothrill. Eine solide Geschichte, die im zweiten Drittel an Tempo verliert, aber ein zufriedenstellendes Ende präsentiert.
Home bevor dark | Eva Björg Ægisdóttir | aus dem Isländischen von Freyja Melsted| Kiepenheuer & Witsch | 2026 | 407 Seiten | 18,00